Frequenzentlastung durch "Frequency Monitoring Code" (FMC)

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) führt in der FIR Langen ein neues Verfahren zur Entlastung der Flugfunkfrequenz und des Fluginformationsdienstes (FIS) ein. Aufgrund steigender Nachfrage und der großen FIS-Sektoren erreicht der Dienst zunehmend seine Kapazitätsgrenzen. Ab dem 20. März 2025 bis zum 26. Oktober 2025 wird daher ein zeitlich befristeter Probebetrieb des "Frequency Monitoring Code" (FMC) durchgeführt.
Funktionsweise des Frequency Monitoring Code
Piloten, die keinen direkten FIS anfordern, jedoch ein Situationsbewusstsein über den Flugverkehr auf der Frequenz erhalten möchten, können durch das Schalten des Transpondercodes 3701 ihre Hörbereitschaft signalisieren. Dies ermöglicht es dem FIS, gezielt Informationen per Rundsendung oder direkt an einzelne Piloten zu übermitteln, ohne dass diese aktiv auf der Frequenz angemeldet sein müssen. Dadurch wird die Funkbelastung reduziert, während gleichzeitig ein besseres Lagebewusstsein im Luftraum gewährleistet wird.
Bedingungen und Einschränkungen
Das Verfahren gilt für Luftfahrzeuge, die mit einem Transponder mit automatischer Höhenübermittlung (Mode C) und Mode-S-Technik ausgestattet sind. Die Nutzung ist zunächst auf die FIR Langen beschränkt, findet jedoch nicht (!) in militärischen Zuständigkeitsbereichen wie Nörvenich, Büchel, Spangdahlem und Ramstein Anwendung. Zudem bestehen Einschränkungen der Sekundärradar-Datenabdeckung in Höhen unter 3.000 ft. MSL.
So funktioniert der Ablauf des FMC
Für die Teilnahme am FMC-Verfahren müssen Piloten:
- die Frequenz 123,525 MHz (Langen Information) einstellen und Hörbereitschaft aufrechterhalten,
- den Transpondercode 3701 mit Mode C und Mode S aktivieren,
- beim Verlassen des Luftraums oder Beenden der Hörbereitschaft den Transponder auf Code 7000 zurückstellen.
Das Verfahren ist täglich zwischen 06:00 Uhr Ortszeit (frühestens 30 Minuten vor Sonnenaufgang) und 22:00 Uhr Ortszeit (spätestens 30 Minuten nach Sonnenuntergang) aktiv. Wichtig zu wissen: Die Nutzung des FMC ersetzt keine Kollisionsvermeidungsmaßnahmen und erlaubt kein Einfliegen in freigabepflichtige Lufträume! Zudem erfolgt durch das FMC keine Bereitstellung eines Flugalarmdienstes durch den FIS!
Häufige Nutzung erwünscht!
Falls es die Frequenzbelastung zulässt, kann der FIS Piloten direkt ansprechen. Die Kommunikation erfolgt für D-registrierte Luftfahrzeuge auf Deutsch, für alle anderen auf Englisch. Die DFS empfiehlt eine möglichst häufige (!) Nutzung des FMC-Verfahrens zur weiteren Optimierung des Flugfunks und der FIS-Dienste.
Mit dem Probebetrieb testet die DFS eine innovative Lösung, um den steigenden Anforderungen an den Flugfunk gerecht zu werden und gleichzeitig die Sicherheit und Effizienz im Sichtflugverkehr zu verbessern.