Hallo Forum,
Ich bin seit kurzer Zeit Ultraleichtflieger und am überlegen einem lokalen Segelflugverein beizutreten dessen UL ich auch nutzen kann.
Da ich an den Wochenenden eh sporadisch beim Segelflugbetrieb helfen möchte, spiele ich mit dem Gedanken mich an diesen Tagen auch als Segelflieger ausbilden zu lassen. Und hier ist das Problem: Mit wetterbedingten Ausfällen, UL-Ausflügen, privaten Wochenendtrips, familiären Verpflichtungen, Landwirtschaft etc. werden es vielleicht 3 Tage im Monat sein, an denen ich einige wenige Starts machen könnte. Das der Schein so Jahre brauchen wird ist ok. Wichtig für mich wäre hingegen möglichst schnell mit Flugauftrag aus der Platzrunde bzw. der unmittelbaren Umgebung des Platzes herauszukommen (Ausbildungsabschnitt C?). Gibt es denn hier jemanden der seine Erfahrungen als Umschüler UL auf Segelflug berichten möchte?
Um den Traum vom motorlosen Fliegen alternativ zu erreichen könnte ich auch Gleitschirmfliegen lernen. Mein Bauchgefühl sagt mir das dies die beste Lösung ist. Aber wäre es nicht zeitlich völlig ineffektiv an den Wochenenden der Gemeinschaft und des ULs wegen beim Segelflug zu helfen aber dann selbst woanders Gleitschirm fliegen zu gehen? Gibt es hier jemanden der beides macht?
Die Platzrunde verlässt Du allein erst im letzten Ausbildungsabschnitt. Damit ist der Gedanke "möglichst bald die Platzrunde verlassen" mit "egal wie lange der Schein dauert" nicht miteinander vereinbar.
Alleine im Platzbereich fliegen geht einigermassen bald. Aber mehr leider eben nicht.
Ich kenne beides ... und beides hat Vor oder / und Nachteile.
Du solltest mal beides mitgeflogen sein.
Gleitschirm macht nur Sinn in der Nähe eines Windenvereines oder Bergen, ansonsten wird das schnell eeine 7 Tage im Jahr Veranstaltung ... das ist weder gut für die Routine, noch fürs Herz :)
Motorschirm wäre eventuelle dann eine Möglichkeit, da gibt es auch Leute die sich hochschieben lassen und dann Thermik fliegen.
Was man aber ganz klar Wissen muss, alles mit ner Tüte drüber hat extrem kleine Wetterfenster.
Segelflug hat auch seinen Reiz, ist aber sehr zeitaufwendig meistens. Vereinsgedöhns halt.
Einige machen es grad genau deswegen ... andere hassen es deswegen ... das Fliegen selber ist für die meisten Piloten megacool.
Beides (Moschi und PPLC) ist extrem gegensätzlich was Autonomie und "mal eben Fliegen" gehen angeht.
Wenn Du den UL Schein hast, ginge ja auch re. fix D-M Segelflug ...
Moin,
falls du mal reinschnuppern möchtest, oder möglichst schnell die verschiedenen Ausbildungsabschnitte/ Prüfungen schaffen möchtest besteht auch die Möglichkeit eines Bildungsurlaubs. In Laucha an der Unstrut hat man hierzu die Möglichkeit (abhängig vom Heimatbundesland)
https://www.hdlsj.de/lehrgaenge/bildungsurlaub/
Habe dort A,B und C Prüfung absolviert, dann aber nicht weitergemacht, da ich keine Lust hatte die Theorie noch einmal komplett von vorne zu lernen.
Ansonsten fand ich das Segelfliegen interessant, aber da wir meistens mit einem bestimmten Flugziel auf Strecke gehen und Zwischenlandungen machen, ist Ultraleichtfliegen für mich die bessere Wahl. Spaß macht das Segelfliegen aber dennoch.
Gruß
Hallo,
das größte Problem ist doch die effiziente Verbindung von knapper Freizeit, familiären Verpflichtungen und Wetter. Vor über 50 Jahren hatte ich auch meine Seele an einen Segelflugverein verkauft. Da machtest du mit deiner ganzen Freizeit mit oder hattest es gelassen. Damals war Drachenfliegen für mich die Lösung. Man war autark, Vereinsbindungen waren rudimentär und die junge Studenten-Familie ließ sich gut einbinden. Die Fahrerei war damals noch nicht so nervig (ca. 1,5 Std ins Sauerland).
Später als die Zeit knapper wurde, kamen die Effiziensgedanken auf. Per Minimum von der Dorfwiese in die Thermik war der nächste Schritt. Was man früher an Zeit auf der Autobahn verplemperte ging jetzt drauf, um das ganze Gerappel auf und ab zu bauen. War auch nicht so cool.
Später durfte ich noch eine ideale Kombi für viele Jahre erleben. UL (Kiebitz) im Hangar und Drachenfliegerverein mit Winde und UL am Platz. Wenn das Eine nicht ging. ging das andere. Fahrtzeit eine Strecke 1 Std. Den Verein gibt′s leider nicht mehr und der Kiebitz wurde damals gegen eine Stratos eingetauscht.
Das scheint mir bisher die effizienteste Lösung zu sein, in die Luft zu kommen. Eigenstartfähig Segelflug zu betreiben! Mit Hänger das Ding dahin zu ziehen wo es geht, eine halben Stunde aufbauen, fliegen bis man nicht mehr sitzen kann, alles wieder sicher im Hänger verstauen und sich sicher sein, dass bei der nächsten Fluggelegenheit auch niemand deine Kiste in der Gemeinschaftshalle geschrottet hat.
Inzwischen gibt es in diesem Bereich tolle (Gebraucht) Flugzeuge von Lowcost bis Highend. (z.B. Motorbanjo- Swift - Silent AE1 - Lambada)
Sobald die Ambitionen zum Thermikfliegen überwiegen, würde ich, wenn die Bergfluggelände oder Schleppvereine für Schirm oder Drachen nur zeitaufwändig zu erreichen sind, ein segelflugtaugliches UL mit Hänger empfehlen. Der fliegbare Wetterbereich ist zudem viel größer als mit Schirm oder Drachen.
Gruß
Gregor
Moin,
hab auch das Glück, von allem berichten zu können:
Gleitschirmfliegen gelernt vor 30 Jahren, viele Urlaube, später dann viel Streckenflug aus der Winde; tolle Geschichte, weil sehr einfach & wenig aufwändig; und, nach wie vor, für mich am nächsten dran, vogelgleich Thermik zu fliegen...
Habs auch mit Motor viel gemacht,bleibt aber etwas sperrig fürs Thermik fliegen. Abends,bei Windstille tief über Rapsfelder-ein Traum!
Über die Jahre entstand aber der Eindruck, daß der zu starke Wind einem immer öfter die Hammertage kaputt machte...tolle Cumulusthermik,aber zu windig um zu starten...lange damit gehadert.
Vor 5 Jahren Lapl & UL gelernt, wollte erstmal gut werden im 3achs Fliegen...so richtig mit Knüppel und so! (komme ursprünglich vom Modell fliegen);)Immer mit dem Plan am Ende Segelfliegen zu betreiben. Bin 2 Jahre viel UL geflogen, phantastisch, Zeitmaschine und so herrlich flexibel!
Dann in Unterwössen in relativ kurzer Zeit (2 mal 1 Woche)Segelfliegen gelernt. Toll,das gleich in den Bergen zu erleben, durfte auch mit Lehrer eine Woche Alpensegelflug machen....unglaublich, wie damals mit dem Schirm,als wir begannen...Eigenstartbefähigung hinterher geschoben....und jetzt unabhängig von anderen mit dem Eigenstarter unterwegs.....ein Traum.
Bis Du in der Luft bist(und abends beim Abbauen) etwas Aufwand....aber fliegt der Apparat erst einmal,ist das so unglaublich geil, das mir nicht mehr viel besseres einfällt. Und es ermöglicht auch noch Dinge wie Wellen,die mit dem Schirm gar nicht denkbar sind.
Mit dem Gleitschirm am Strand die Dünen entlang zu soaren bleibt trotzdem was ganz tolles....
Beste Grüße
Uwe
Moin, sorry,doppelt.
mossi schrieb:Was genau ist das. Sagt mir irgendwie nichts 😢
Eigenstartbefähigung hinterher geschoben
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