fl95 schrieb:Ähm nein. Alles eine Frage der Lizenzierung. Von Pilot und Flugzeug.
Alles eine Frage der Freigaben.
Nur weil der Lotse irgendwas freigibt, weil er natürlich obiges nicht überprüft, heisst das noch lange nicht, dass es im Einzelfall legal ist.
Chris
dazu fällt mir diese Geschichte ein, die von einem Verkehrslandeplatz 200km von hier erzählt wurde.
Der Platz hat keine Zulassung für UL. Auf Anfrage hat der Turm trotzdem einen UL landen lassen. Super...
Blöderweise war am Boden zufällig jemand von der Behörde anwesend, und hat gestaunt. Anscheinend war der Pilot dann auch im Gespräch nicht schrecklich einsichtig/kooperativ.... zuletzt durfte das UL schon wieder fort. Allerdings nur AUF DEM ANHÄNGER.
Seitdem überlege ich mir immer gut was schlimmstenfalls die Konsequenzen sein könnten, wenn ich irgendwas zwar erlaubt bekomme, das aber trotzdem nicht legal ist.
Mal mit Kontakt zu RADAR nach FL125 vorzustoßen, das hätte ich wohl eher wenig Bedenken. Außer der Frage ob ich viell. Sauerstoff mitnehmen sollte.... aber das ist ja ein ganz anderer Aspekt.
Maraio:
"@Yoghurtbecher, interessieren würde es mich trotzdem warum Du fragst. Weil man wohl normalerweise nie so hoch fliegen muß, auch in den Bergen nicht. Siehe mein Foto weiter oben. "
Berechtigte Frage :-)
Es geht hier weniger ums "Muss" als ums "Darf". Umsteiger von PPL auf UL und "höhenverliebt". Dazu kommt die Sache mit den Turbo Rotax′lern 914/915 – besonders letzterer tobt sich ja erst so richtig über FL 120 aus, da stellt sich natürlich die Frage was – "Jet-Wetter" vorausgesetzt – erlaubt und durchführbar ist.
Chris_EDNC:
Dein Posting war mir bekannt, vielen Dank für Deine Mühe deswegen!
Die Frage stellt sich, ob das nach Installation eines "zertifizierten" VOR von technischer Seite beherrschbar wäre – ich habe (noch) keine Ahnung der UL Zertifizierungen, bezieht sich die Zertifizierung aufs Gerät oder aufs Gesamtpaket mit Fluggerät?
Auch die Lizenzfrage wird dann natürlich bunt. Mit PPL ist der CVFR ja eigentlich enthalten, wenn man aber aus Alter, Faulheit und generellem Unwillen den PPL verfallen lässt, weil′s UL Fliegen eigentlich viel schöner ist und man eh nie mit mehr als zwei Personen unterwegs ist: gilt das dann noch?
Das mit dem Ausschließen der Möglichkeit durchs LBA ist für mich da nicht so klar, ich habe im Laufe der Jahre von Behörden schon so viele Kompetenzüberschreitungen von einzelnen Bearbeitern erleben dürfen...
Fun fact: Ich bin in den letzten Jahren auf diversen ADS-B Seiten wie Flightaware immer wieder performance Uls über FL100 begegnet, ein nennenswerter Teil nicht in den erweiterten Alpenregionen. Die können doch nicht alle unerlaubt unterwegs gewesen sein? Dann wären ja alle Lotsen nicht juristisch auf dem letzten Stand?
FlyingYogurt schrieb:Nochmal: Die Lotsen hinterfragen bzw. kontrollieren nicht, ob Pilot und Gerät die nötigen Anforderungen erfüllen. Das liegt in der Verantwortung des Piloten.Ansonsten würde ich Dir empfehlen, nochmal einzelfallbezogen (z.B. die VOR-Geschichte) beim LBA nachzufragen.
Dann wären ja alle Lotsen nicht juristisch auf dem letzten Stand?
Chris
verhält sich dann ungefähr so wie wenn du einen Polizisten fragst ob du in der Stadt mit 50km/h fahren darfst, dann sagt der i.d.R. ja, das gilt aber nicht für ein manipuliertes Mofa das nur für 25km/h zugelassen ist.
@Chris
Es ist mir bewusst, dass es nicht des Lotsen Aufgabe ist, bei anderen Sachen sind sie aber oft sehr sachkundig und mich wundert einfach, dass man das so oft sieht, wenn′s doch eigentlich nicht erlaubt ist. Ich werde da zu gegebener Zeit amtlich nachfragen, das ist wohl das Sicherste.
Allen schon mal herzlichen Dank für die Infos!
FlyingYogurt schrieb:Das hat das LBA so nicht gesagt. Ich hatte gefragt, ob ein Garmin 296 (ist ja immerhin ein Luftfahrt-GPS) oder iPad mit Moving Map als Flächennavigationsgerät den Anforderungen entspricht, was sie verneint haben.
wenn′s doch eigentlich nicht erlaubt ist
Chris
Ich frage mal blöd:
Die FSAV sagt: VOR oder Flächennavigation....Das gute alte GNSS (denke fest eingebaute) TNAV GPS z.B. Garmin GPS mit dem ich Wegepunkte abfliegen kann geht nicht? (Warum?)
Sprechfunk im deutschen Luftraum kann doch in deutsch machen? Woraus ergibt sich die Einschränkung für LR C?
Nach welchen Regeln sollte mit SPL kein Einflug in C möglich sein?
francop schrieb:Am besten beim LBA nachfragen, hier bringt eine Diskussion glaub′ wenig...
Das gute alte GNSS (denke fest eingebaute) TNAV GPS z.B. Garmin GPS mit dem ich Wegepunkte abfliegen kann geht nicht? (Warum?)
Ich _vermute_, dass ein Flächennavigationsgerät selber zertifiziert und auch in einer zertifizierten Umgebung verbaut sein muss, um den Anforderungen für einen Einflug in C zu genügen. Ein an sich zertifiziertes Gerät irgendwie in ein UL reinfrickeln dürfte nicht ausreichen.
Chris
Auch eine Ausbildudgsgeschichte.
Ein PPler ohne IR darf auch IFR ausgerüstete Flieger fliegen, aber nur VFR.
Er hat für IFR die Ausbildung nicht. Selbst wenn er es kann und weiß wie es funktioniert... ohne Ausbildung und Prüfung, kein IFR.
Die SPL beinhaltet kein Fach Funknavigation. Somit keine Ausbildung. Egal ob du nun weißt wie ein VOR oder GNSS funktioniert.
Es ist auch egal ob ein PPler dann das UL fliegt. Er fliegt ja dann nicht mit seiner PPL sondern übt die Rechte der SPL aus.
Eine PPL bringt mir für UL da genausoviel wie eine SPL für eine E-Flieger. Nix
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