Welche Lizenz? (+ 3 weitere Fragen)

Forum - Pilotenausbildung (SPL)
  • Was mich immer wieder wundert, ist die Sache mit den Stunden.

    Entweder man entscheidet sich für die Fliegerei und zieht es durch oder man lässt es. Kommt man schon bei der Stufe an, dass man selbst um die Mindeststundenzahl schon kämpfen muss, dann kann man doch besser die Lizenz ruhen lassen und macht zu einer anderen Zeit im Leben weiter, wenn es besser passt. Man! wir reden hier von 10 oder 12 Stunden, verteilt auf zwei Jahre. Die gleiche Zeit steht man in den Sommerferien schon locker im Stau, wenn man von Ostfriesland nach München fährt.

    Wenn man regelmäßig ins Ausland fliegt, muss man sich eh mit allen möglichen Anflugsverfahren und Funkregularien auseinandersetzen und fit im Englisch sein. Warum also nicht gleich das BZF-I plus ICAO-Laberprüfung ablegen?

  • sukram Siehe hier: Zulassung für UL-Gelände
    @aerial : Das lässt sich fast immer irgendwie hinrechnen. Hauptproblem sind die Behörden ("In diesem Bundesland wird es keinen neuen Landeplatz geben. Punkt!") und wenn die konstruktiv sind die "Nachbarn". Natürlich alles machbar, aber ernsthaft: War hat die Zeit und den Bock auf dieses Generve (Gericht, Networking, Schlichtungsgespräche uswusf) ein paar Jahre durchzuziehen. Von meiner Seite aus: Hut ab vor Menschen die das aushalten! ... oder Du bist Gustav Gans :-)

    Bye Thomas
  • In Italien kann man sich mit Deutschen UL quasi als Echo Flieger behandeln lassen. Und das dann mit der vollen Konsequenz.
    Gerade Italien ist fuer mich mit einem UL als basico sowas von geil zu bereisen... Niemals nicht wuerde ich dort als Echo hinfliegen wollen.

    Generell: Von dem Moment, als ich den ersten eigenen Flieger (UL) gekauft hatte, bin ich keine einzige Stunde Echo mehr geflogen und der Schein ist sang- und klanglos verfallen. Nachtflug, IFR, mit 4 Leuten irgendwo hinfliegen sind alles Sachen, die nie im Raum standen.
    Nachtflug bedingt einen entspr. Flugplatz mit entspr. Maschine in der Naehe. War bei mir nicht der Fall und waere auch recht teuer geworden. Das war es mir nie wert.
    IFR nochmal dasselbe und nochmal teurer. Nicht ernsthaft IFR fliegen (ernsthaft =entspr. Stundenzahl) laesst man wirlich besser bleiben.
    Mit 4 Leuten geflogen bin ich genau ein Mal in meiner Fliegerlaufbahn.

    Fuer mich ist UL genau das richtige Format. Ausser ich erbe mal viel Geld und leiste mir ′ne eigene Echo mit IFR etc. pp. Dann macht diese Klasse richtig Sinn. Aber als Charterer? Vor die Wahl gestellt, Echo chartern oder eigenes UL fliegen ist meine Entscheidung klar.


    Chris
  • Entweder man entscheidet sich für die Fliegerei und zieht es durch oder man lässt es.
    Jaja, kaum einer, der das erste Mal heiratet, kann sich die Scheidung vorstellen!

    Wer lange Zeit an Jahren fliegt, möchte nur noch die fliegerischen Bonbons genießen, ein Ritt über die heimische Orographie gehört da nur selten dazu. Und wenn man dann berechnet, dass für Berufstätige nur die Wochenenden und ggf. der Urlaub (zumindest am Anfang der Fliegerkarriere und falls die holde Gattin nicht schon etwas anderes vorgesehen hat) zur Verfügung stehen, wovon theoretisch etwa 30 fliegbar sein können, aber an mindestens 10 Mistwetter und an weiteren 5 andere Prioritäten herrschen, so kann für einen Vereinscharterer schon leicht eng werden!

    Michael

  • Vor die Wahl gestellt, Echo chartern oder eigenes UL fliegen ist meine Entscheidung klar.


    Wenn man nur alleine fliegt vielleicht. Wenn der Aspirant vorhat mit Freunden / Familie zu reisen, geht das mit einem UL nicht. Punkt. Kein dritter oder vierter sitz, keine langen reisen mit viel Gepäck, wenn man nicht gerade recht klein gebaut ist. Der LAPL ist nicht wesentlich teurer als der UL-Schein und die Vercharterung äquivalenter Maschinen auch nicht. Den UL-Schein gibt es "quasi-ratis" obendrauf. Habe das mal bei einer üblichen Flugschule ausgerechnet (MG-Flyers glaube ich) und der Unterschied war marginal. 

    Man kann den UL-Schein mit LAPL-Stunden aufrechterhalten. Fliegt man lange nicht auf dem LAPL, kann man diesen jederzeit mittels Befähigungsprüfung oder dem Fliegen der Mindesbedingungen mit Flugauftrag/Fluglehrer reaktivieren. Man kann, macht man den LAPL, beides nutzen. Es ist also nicht die Frage Mike oder Echo, sondern Mike oder Mike UND Echo. Und solange man keine UL-Stunden für den LAPL anerkannt bekommt, ist aerial mit dem UL-Schein falsch beraten. 

    Man kann sich natürlich alles schön argumentieren, aber wenn man ehrlich beraten (und nciht verkaufen) will, muß man das objektiv sehen. 

    Nebenbei: Es gibt sehr schöne C172, die man privat gut und lange billig betreiben kann. Ebenso wie es bei den C42, Eurostar, Breezer u.s.w. gute exemplare und Vereinshuren gibt. 

  • @ Hein 

    Wie definierst Du "ohne Probleme" bzw. "alle"? Für mich wäre ohne Probleme FP aufgeben einsteigen losfliegen. Ob dass immer so klappt .... in DK kann das unangenehm werden
    Ja Dänemark ist leider die Hürde höher , aber Polen, Tschechien, Österreich, Italien ( Basico) Frankreich, Schweiz . Alles kein Problem.  Informieren meistens sogar kein FP und los.  Englisch funken sollte man können, aber den Aufwand mit BZF 1  ist nicht notwendig.  Stand sogar im FM. 
    Die von blue sky genannten Länder haben mit Ausnahme von Dänemark eh keine Bedeutung.  Da fliege ich mit UL sowieso nicht alle Monate hin oder stelle halt mal einen Antrag.  
     
  • Nebenbei: Es gibt sehr schöne C172, die man privat gut und lange billig betreiben kann.
    Hatte ich mir damals auch noch ueberlegt, meine Schulmaschine stand zeitgleich zum Verkauf. Der Preis war nur etwas hoeher als fuer das UL, der Flugschulleiter hat mir aber klar abgeraten und mir als Entscheidungshilfe die L-Akte mit den Rechnungen der letzten Jahre kurz gezeigt. Horror... Da war fuer mich die Entscheidung sowas von klar....

    Aber das entscheidet natuerlich jeder fuer sich individuell. Und niemand weiss, wohin einen die Reise bringt... In meinem Fall war der PPL die falsche Entscheidung, der UL-Schein haette vollkommen gereicht. Sicher ist es so rum besser, als nach einem UL-Schein festzustellen, dass Echo doch das Richtige fuer einen ist...
    Ich wollte nur meinen Weg kurz umreissen, der ist natuerlich nicht allgemeingueltig.

    UL rulez :) Einfach, unkompliziert, guenstig, praktisch. Wo ich das z.B. immer wieder merke ist, wenn ich mal im Gras geparkt habe und den Flieger per Hand kurz umparkiere. Oft denke ich dann, wie das wohl jetzt mit ′ner C172 gehen wuerde... :)


    Chris
  • Ich habe die gleichen Erfahrungen bei einem Freund gemacht.  Erst der große Traum vom 172  mit 4 sitzig in den Urlaub. Nach über einem Jahr hatte er endlich den Schein. ( zeitgleich begonnen, fast doppele Kosten)  
    Da hatte ich längst mit einer eigenen gebrauchen C 42   120 Std im Flugbuch. 
    Mal schnell  1 Std auf einen Kaffee nach Kassel oder Mainz.  (Mit c 42 in 20 Min inlc Tank startklar.)  
     Die 172 erst mal das Aushallen schon ein  Problem und dann alleine in der gecharterten 172. "Ist ja so teuer" " ob ich nicht mitfliege und mich an den Kosten beteilige. 
    Neee, ich will selber fliegen. Copilot ist langweilig. 
    Irgendwie haben wir uns dann aus den Augen verloren.  


    Er ist dann dann noch irgendwie 50 Std geflogen und hat auch mal einen Streckenflug mit mehreren Personen gemacht.  
    Ich hatte da zwischenzeitlich große Teile von Deutschland und die angrenzenden Länder schon abgeflogen. 
    Mittlerweile hat er Probleme mit den Pflichtstunden. 
    Was für ein Hobby. 
    Aber er ist halt echter Echo Flieger. 


    Warum ich das schreiben?  Es ist beispielhaft für viele Flieger Karrieren die mit UL eher den Spass behalten hätten. 
    Denn fliegen ist teuer und man hat heute ja auch noch weitere Interessen und Hobbys die Geld kosten. 
    Wer kein persönliches Gewichtsproblem hat und viel alleine fliegt und sich vielleicht einen eigenen Flieger leisten möchten ist nach wie vor beim SPL gut aufgehoben. 
    Diese Umwege bringen nichts. 
  • Ich wollte einfach nur fliegen. War mit dem Ziel PPL zum Platz gekommen, anschließend in C172 und C42 platz genommen. Danach war die Entscheidung für C42 gefallen. Aktueller Stand der Technik, moderate Preise gegen Stand 1975 und 2,40€/L Avgas. War auch gut so.

    Ich sage mir immer: Sollte ich eines Tages aus irgendwelchen Gründen mir das Fliegen mit UL nicht mehr leisten können, wirds ein Motorschirm. Billiger in die Luft dürfte dann nicht mehr gehen.
  • Hallo QDM

    > Die von blue sky genannten Länder haben mit Ausnahme
    > von Dänemark eh keine Bedeutung.

    irgendwie kann ich mich dem Gefühl nicht erwehren,
    dass Deine Wahrnehmung i.A. doch leicht eingeschränkt
    daher kommt, oder?!?   ;-))


    BlueSky9
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