Hallo,
also ich will dem Marco gewiss nicht den Spass am zukünftigen Fliegen verderben. Ich möchte aber trotzdem von meinen Erfahrungen erzählen. Ich habe schon öfters Freunde mitgenommen, die nach einer Stunde Flug so begeistert waren, dass sie, wenn ein Fluglehrer mit einem Ausbildungsvertrag dagestanden wäre, sofort unterschrieben hätten. Nach einer gewissen Zeit legt sich das aber wieder und ALLE sind noch immer "Fußgänger"! Sich nach einem Schnupperflug gleich mit einem eigenen Flugzeug zu befassen ist schon sehr extrem. Pilot wird man m.M. nach nicht weil es einem gerade so einfällt, viel mehr muss man sich für die Fliegerei interessieren und ein bestimmtes Gen im Körper haben. Ein eigenes Flugzeug kauft man nicht mal so nebenbei, da gehört sicher mehr dazu als eine anfängliche Euphorie! Ich war auch mal mit einem Freund beim Gästeschießen in einem Schützenverein dabei. Das hat mir auch viel Spass gemacht und ich wollte gleich einen Waffenschein für ein eigenes Gewehr beantragen, aber nach ein paar Tagen verlor sich dieser Gedanke dann wieder.
Bernd
Hallo Pilot Quax,
Deinem Betrag kann ich nur zustimmen.
Guter Rat für Flugbegeisterte:
Bei aller Euphorie ist es sinnvoll sich der Fliegerei langsam hähern. Selbstständig, gleich im ersten Jahr nach dem Schein nach Italien über die Alpen zu düsen ist unrealistisch. Gerade die UL Ausbildung hat den Vorteil das man mit überschaubarem Einsatz ( so um die 5000,-- €) alles lernt was für das Flieger-Hobby notwendig ist.
Wenn man ein bisschen dran bleibt ist der UL-Schein in 4 bi 7 Monate gut zu schaffen.
Hier sehe ich auch einen Vorteil gegenüber PPL. Kenne viele die haben nach 12 Monaten immer noch keinen PPL Schein und 10000,--€ sind weg. ( Gibts auch anders herum, aber geringerer Kosteneinsatz)
Danach kommt, ob Echo oder UL , erstmal das vortasten. Größere, erweiterte Runden um den Kirchturm, Passagierberechtigung, fremde Plätze, größere Überlandflüge mit Wetter Erfahrung .
Eine überraschend große Zahl chartern dann noch unregelmäßig oder das Hobby schläft wieder ein.
Bei denen die dann mit Leidenschaft noch dabei sind wird auch der Wunsch eigener Flieger konkret.
Sehr interessant auch wie oft welcher Copilot überhaupt noch regelmäßig mitfliegt.
Es stehen dann ca 70 bis 100 std im Flugbuch und man weiß was für einen Flieger man kaufen will. Tiefdecker, Hochdecker, gemütlich, schnell oder doch Echoklasse. Dieses schrittweise Vorgehen hat den Vorteil das man Fehlentscheidungen vermeidet und viel Geld spart.
Grüße
Peter
MarcoS schrieb:
Dieses soll auch mal eine Strecke nach Italien mit etwas Gepäck Meistern können.
Packt das ein Ul? Wie sind eure Erfahrungen?
Fliegeraas schrieb:So weit ich das verstanden habe kostet es 400 oder 450 oder so. Ist natürlich auch ein Batzen Geld für nen kurzen Trip.MarcoS schrieb:
Dieses soll auch mal eine Strecke nach Italien mit etwas Gepäck Meistern können.
Packt das ein Ul? Wie sind eure Erfahrungen?
Gerade Italien sorgt momentan für Entsetzen in der allgemeinen Luftfahrt. Wenn dort die geplante Luxussteuer eingeführt wird, kostet ein Wochenende Aufenthalt mehrere tausend Euro alleine an Steuern. Das gilt auch für Durchflieger oder schlecht-Wetter-gegroundete.
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