Mobile Tankanlage

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Moin und Danke an Alle Beteiligten!

    wie sind wahrscheinlich zu acht und da fallen die vorgeschlagenen sehr guten, kleinen Lösungen unter den Tisch
    LeCiel Kennt sich jemand von Euch mit der rechtlichen Seite bei mobilen Tankanlagen aus?Kennt sich jemand von Euch mit der rechtlichen Seite bei mobilen Tankanlagen aus?
    Ich bin kein ADR Fachmann, habe mich aber ein wenig schlau gemacht.

    Mich würde Folgendes interessieren:

    - Muss ein Tankanhänger irgendwie zertifiziert sein oder gar periodisch geprüft werden?
    Ja. Alle 2 Jahre duch eine sachkundige Person alle 5 durch einen Sachverständigen. Einzige Ausnahme im etwas größeren Bereich: CONTY 450. Das Teil gilt als Verpackung und ist frei von Überprüfungen hat aber z. B. keinen Ablass für Kondenswasser oder eine Reinigungsöffnung.

    - Wieviel Sprit darf maximal transportiert werden, ohne dass man irgendeine Lizenz o. ä. braucht?
    Du darfst 1000 Einheiten (1000l Diesel oder 333l Benzin) ohne vorhandenem ADR-Schein (Lehrgangskosten ca. 500€, muss kostenpflichtig verlängert werden) transportieren.

    - Gibt es einen Unterschied zwischen Tankanhängern, die Diesel oder Benzin aufnehmen oder kann man überall alles reinkippen?
    Ja. Benzin-Tankanlagen müssen explosionsgeschützt (Pumpe!!) sein. Außerdem ist Benzin aggressiver und alle Teile (insb. Pumpe) müssen das abkönnen. Im Übrigen wird zwischen Lager- und Transport-Tanks unterschieden. Die Häufig anzutreffende Variante mit einem fest platzierten Tank-Container auf einem Hänger ist so nicht zulässig. Weiterhin muss der Tankplatz diverse Auflagen (Abscheider für die Fläche, Feuerlöscher usw. usf.) erfüllen. Und wenn ein Weiterverkauf geplant ist: Eichen, eichen, eichen :-)

    - Ist
    es vorteilhaft, einen normalen Hänger mit einer herausnehmbaren
    Tankanlage (z. B. auf Palette) zu kaufen oder eher einen speziell für
    diesen Zweck konstruierten Tankanhänger, wie die verbreiteten
    Maul-Tankanhänger?
    Es ist vor allem vorteilhaft für den Geldbeutel. Für einen Bentley/RollsRoyce-Maul-Tankanhänger für den Flugzeugeinsatz (Wasserabscheider usw. usf.) darfst Du schnell mal 20k€ auf den Tresen legen. Außer einem leisen Röcheln war von uns nichts mehr zu hören :-)

    Bye Thomas
  • Einzige Ausnahme im etwas größeren Bereich: CONTY 450. Das Teil gilt als Verpackung und ist frei von Überprüfungen hat aber z. B. keinen Ablass für Kondenswasser oder eine Reinigungsöffnung.
    Nochmal: Das koennte man doch einfach nachruesten, oder nicht?


    Chris
  • Hallo Thomas,


    vielen Dank für die ausgesprochen informative Antwort! Irgendwie nicht überraschend, dass auch der Sprit-Transport aufwändig reguliert ist.


    LG


    LeCiel

  • Chris_EDNC Das koennte man doch einfach nachruesten, oder nicht?
    Klar könnte man ein Loch bohren und eine Stutzen anschweißen. Das gute Stück ist aber feuerverzinkt (Atemschutz notwendig) und danach nicht wirklich rostfrei versiegelbar. Wir wollen das Teil schließlich (ok, wie oben ausgeführt nicht ganz regelkonform :-)) draußen abstellen.

    Als (natürlich) teurere Alernative bietet derselbe Hersteller eine Büchse mit Reinigungsöffnungen zum Aufschrauben an. Sie hat dann die Zulassung zur Lagerung (doppelwandig mit Leckalarm) und (mit ein paar Auflagen) zum Transport. Nachteil: Das Teil muss dann alle 2,5 Jahre zur Prüfung (150€). So ein Teil haben natürlich auch andere Hersteller, sodass hier mglw. Preisverhandlungen möglich sind. Bei der anderen Büchse war nicht viel drin.

    Ich finde die eckigen Teile eigentlich ganz praktisch, um sie auf eine Lafette zu montieren. Sie sind auch nicht so hoch und zumindest Hochdecker können einfach dicht ranrollen.

    Bye Thomas

    BTW: Schüttelschlauch hatten wir auch im Einsatz (Supersache!). Wir haben eine Handpumpe mit einem Saugrohr, dass nur in ausgewählte Kanister passt. Wir haben die Suppe dann immer von den "normalen" Kanistern umgefüllt. Dank Schüttelschlauch eine schnelle und vor allem Kraft sparende Sache. Brauchen wir jetzt nicht mehr. Habe günstig eine Palette passender 30l-Kanister abgestaubt.
  • Klar könnte man ein Loch bohren und eine Stutzen anschweißen. Das gute Stück ist aber feuerverzinkt (Atemschutz notwendig) und danach nicht wirklich rostfrei versiegelbar.
    Im Freien schweissen und bisschen aufpassen, dass man die Gase nicht volley einatmet (Gefahr von "Schweissfieber"). Anschliessend gut grundieren, lackieren... Sollte nachhaltig funktionieren. Ist halt nur so eine Idee, bevor man Unsummen fuer was anderes ausgibt.


    Chris
  • hier ist eine Bauanleitung für die Luftpumpenlösung.
    http://www.helmuts-ul-seiten.de/
    dort auf "Technik" und dort der 4. Link
  • https://www.vebeg.de/web/de/verkauf/browse.htm?DO_SUCHE=1&SUCH_KAT=TkVVRVNURQ%3D%3D&SUCH_ZEIT=2&SHOW_AUS=1444270&SHOW_LOS=10&nolistlink=1

    keine Ahnung was der Spaß bei der Versteigerung bringt, wäre aber eine Idee.
  • https://www.vebeg.de/web/de/verkauf/browse.htm?DO_SUCHE=1&SUCH_KAT=TkVVRVNURQ%3D%3D&SUCH_ZEIT=2&SHOW_AUS=1444270&SHOW_LOS=10&nolistlink=1
    Leider ist Anlage für Diesel ausgelegt, aber eine sehr coole Idee! Ich werde mal die Insolvenz- und sonstigen Versteigerungsportale durchhecheln.

    Danke für die Inspiration!

    Bye Thomas
  • Das Drainventil ist eigentlich überflüssig. Denn wenn sich im Behälter schon unten Wasser sammelt, dann hat sich der heute übliche Alkoholhaltige Sprit bereits in seine Bestandteile zerlegt.

    Der Alkohol hat die Eigenschaft, dass Wasser zu binden, da Alkohol hygroskopisch ist. Durch diese Eigenschaft, wird das Wasser in gebundener Form in der Regel problemlos durch den Motor geschleust.

    Dies Prinzip bricht dann zusammen, wenn es zu einer Wasserübersättigung des Alkoholanteils führt. Dann kehrt der Sprit seine zerstörerischen Eigenschaften hervor. Aus diesem Grund ist zumindest E-10 im KFZ-Bereich deutlich unproblematischer, als das normale Bleifrei Zeug, welches lediglich 5 % Alkohol aufweist.

    Von einer Betankung mittel ungetrockneter Druckluft würde ich abraten, da man so eine künstliche "Tankatmung" herbeiführt, denn man komprimiert nicht nur die Luft sondern zugleich auch den Luftfeuchteanteil, was wiederum zu einer Sättigung des Volumens und damit zum Ausscheiden eben dieser in den Tank führen kann.

    Wir tanken daher entweder mit Gefälle oder mit einer ausgemusterten Pierburg- oder Bendix-Pumpe. Versuche mit elektrischen ESP`s haben wir eingestellt, da diese durch Ihre hohen Drücke von über 4 bar sehr heikel geworden sind. Die Fördermenge war jedoch recht kernig.  

    Angedacht hatten wir hier eine andere Idee. Und zwar den eigenen PKW als "Tankwagen" umzurüsten. Es würde dann ein Abgriff an der Tankvorförderpumpe erfolgen. Ein T-Stück plus Benzinhahn, sowie ein Tastschalter, der die Pumpe mit Strom versorgt genügen vollkommen. Der Förderschlauch würde mit einer Kupplung aus dem Außenborder-Zubehör angeschlossen. Die Reinigung des Sprits würde ein Feinfilter übernehmen. Durch den hohen Kraftstoffdurchsatz wäre das Wasserproblem komplett gelöst.  Mittlerweile sind wir jedoch alle auf Diesel umgestiegen, so dass dieser Gedanke nicht mehr weiter verfolgt worden ist.

    Bis auf die Kleinigkeit, dass die ABE des Wagens von so einem Umbau berührt wird (nur welcher TÜVler sieht dort nach?), dürfte es keine Probleme mit so einem System geben.

    Gruß

    Edgar

  • Und zwar den eigenen PKW als "Tankwagen" umzurüsten.
    LOL, coole Idee. :)


    Chris
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