Trimmung nachrüsten.

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Carlson schrieb:
    OK, wir reden von nem Kitfox....!? Das Teil mag ja für den ein oder anderen bereits ne Rennmaschine sein, aber ne frisierte Mustang mit abgesägten Flächen und über 1000PS ist dan doch etwas anderes.
    Hi,
    meine Beispiele sollten nur die unsägliche Behauptung, daß Anlenkungs- oder Lagerspiel nix mit Flattern zu tun hätte, geraderücken.
    Ach ja, ich hab vor nicht soo langer Zeit mal bei einem Flatterereignis zugeschaut. Flugmodell, ein Elektrosegler im F5B-Wettbewerb. Eine Vollkunststoffmaschine. Wer die Dinger kennt, weiß dass 5g da bei den Wenden überhaupnichts ist. Auf irgendeiner Strecke mischte sich plötzlich ein leichtes Summen ins Fluggeräusch, innerhalb 1 oder 2 Sekunden wurde es immer lauter und dann platzte die Maschine in der Luft. Als ob sie jemand gesprengt hätte. Der Unglückspilot hatte aber ein schlechtes Gewissen, ein Querruderservo war schon vor dem Flug nicht ganz astrein. Klar, das Modell hat zwischen den Wenden über 200 Sachen drauf. Ist also schneller als der Kitfox.

    Trotzdem würde ich an meiner Höhenrudersteuerung nicht einfach so rumbasteln. Sachkunde ist wahrscheinlich wieder mal das Zauberwort.

    Ulf
  • Hallo Olaf,

    Warum willst Du das Rad neu erfinden und irgend etwas basteln, was es bereits schon gibt? Wir bauen gerade einen Kitfox 7 und werden vom Hersteller in USA sehr gut betreut und auch kurzfristig mit Teilen versorgt. Eine Antwort auf eine Mailanfrage bekommen wir spätestens am nächsten Tag. Hast Du schon mal versucht, Dir einfach ein original Trimmruder mit Zubehör zu bestellen? Ich habe in Deutschland auf OUV-Treffen, in Tannkosh und auch in Oshkosh USA schon einige Kitföxe gesehen und die Werksseitigen Lösungen waren nicht die schlechtesten und vor allem erprobt.
    Übrigens am 08. und 09.03.2014 ist in Speyer das OUV-Wintertreffen, dort hat man auch immer in den Pausen zwischen den Vorträgen die Möglichkeit, qualifizierte Antworten auf seine Fragen zu bekommen.

    Gruss
    Hajo
  • Und wenn Du trotzdem basteln willst, diese Einfache Lösung hat ein Freund von mir an seinem Flieger montiert. Auf der 
    Oberseite des Ruders ist eine Zugfeder.

    Gruss 
    Hajo

    Das Bild findest Du bei den Fotos, das mit dem Verlinken klappt einfach nicht, vielleicht kann mir jemand helfen!

    image.jpeg
  • ranger22 schrieb:
    meine Beispiele sollten nur die unsägliche Behauptung, daß Anlenkungs- oder Lagerspiel nix mit Flattern zu tun hätte, geraderücken.

    "Flattern" ist ein feststehender Begriff der Aerodynamik und beschreibt eine entsprechende Eigenschaft eines Bauteils. Dessen Verbindung, ob gewollt beweglich oder eben nicht, zu anderen Bauteilen hat mit dessen Flattereigenschaften rein gar nichts zutun.


    Auch "Sachkunde" ist ein feststehender Begriff. "Sachkunde" kann man im "Eigenstudium" erwerben, so man gerade mal lesen kann! Ein Sachkundenachweis ist nicht zu führen!! Der Modellflugkollege war bestimmt auch "sachkundig"!!!


    Michael

  • FlyingDentist schrieb:

    Auch "Sachkunde" ist ein feststehender Begriff. "Sachkunde" kann man im "Eigenstudium" erwerben, so man gerade mal lesen kann! Ein Sachkundenachweis ist nicht zu führen!! Der Modellflugkollege war bestimmt auch "sachkundig"!!!



    Hi Michael,
    Du bist da gewiss anderer Meinung, aber es gibt auch eine Welt ausserhalb der Juristerei. Und da läßt sich Sachkunde durchaus beweisen. Die Praxis führt diesen Beweis allerorten. Wenn sich eine Lösung in der Praxis bewährt, zeugt das von der Sachkunde der Person, die diese realisiert hat. Und für praktische Sachkunde genügt es in der Regel keineswegs, gerade mal lesen zu können. Eine wichtige Eigenschaft der praktischen Sachkundigkeit ist es im übrigen, zu erkennen, wo das Gebiet der eigenen Sachkunde endet.

    FlyingDentist schrieb:

    "Flattern" ist ein feststehender Begriff der Aerodynamik und
    beschreibt eine entsprechende Eigenschaft eines Bauteils. Dessen
    Verbindung, ob gewollt beweglich oder eben nicht, zu anderen Bauteilen
    hat mit dessen Flattereigenschaften rein gar nichts zutun.


    Dein erster Halbsatz ist unstrittig. "Flattern" ist ein feststehender Begriff aus der Aerodynamik. Der zweite stimmt nur teilweise. Flattern betrifft nicht nur Bauteile, sondern auch Baugruppen und das gesamte Flugzeug.
    Der zweite Satz ist (wie ich schon schrieb) falsch. Die Befestigung von Teilen ändert die Steifigkeits- und Dämpfungseigenschaften und hat maßgeblichen Einfluss auf das Schwingungsverhalten.

    Unbedarfte Leser könnten aus deiner Argumentation schlussfolgern, dass es egal wäre, was und wie man an der Trimmung herumbastelt. Und das kann gefährlich sein. Vielleicht nicht im juristischen Sinne.

    Ulf

  • Kitfox7 schrieb:
    Und wenn Du trotzdem basteln willst, diese Einfache Lösung hat ein Freund von mir an seinem Flieger montiert. Auf der 
    Oberseite des Ruders ist eine Zugfeder.

    Gruss 
    Hajo




    Das Bild findest Du bei den Fotos, das mit dem Verlinken klappt einfach nicht, vielleicht kann mir jemand helfen!

    Bitteschön....

  • ranger22 schrieb:
    Die Befestigung von Teilen ändert die Steifigkeits- und Dämpfungseigenschaften und hat maßgeblichen Einfluss auf das Schwingungsverhalten.
    Und dann flattert gern das Ruder mit...

    Natürlich ist das so aber der zweite Satz ist völliger Quatsch.
    Flattern ist eine Eigenschaft des Bauteils und keine ansteckenden Krankheit!! Wenn das Trimmruder nach aerodynamischer Definition flattert, flattert das Ruder an dem es befestigt ist noch lange nicht, selbst wenn es sich durch das Flattern des Trimmruders (mit)bewegt.
    Der Satz "Und dann flattert gern das Ruder mit .." ist aus aerodynamisch wissenschaftlicher Sicht definitiv nicht haltbar.

    Trivial betrachtet hast Du sicher recht, nur die verwendeten Begrifflichkeiten ("Flattern" aber auch "Sachkunde") sind eben falsch! Auch stimme ich Dir zu, dass unsachgemäße Basteleien, wobei im Gegenteil für eine korrekte Planung und Ausführung reine "Sachkunde" sicher nicht ausreicht, äußerst gefährlich sind, und Veränderungen am Tragwerk, zu denen das Anbringen eines Trimmruders zweifelsfrei gehören würde, nicht ohne Grund der ergänzenden Musterzulassung bzw. der Stückzulassung bedürfen.


    Michael

  • FlyingDentist schrieb:
    ranger22 schrieb:
    Die Befestigung von Teilen ändert die Steifigkeits- und Dämpfungseigenschaften und hat maßgeblichen Einfluss auf das Schwingungsverhalten.
    Und dann flattert gern das Ruder mit...

    Natürlich ist das so aber der zweite Satz ist völliger Quatsch.
    Flattern ist eine Eigenschaft des Bauteils und keine ansteckenden Krankheit!! Wenn das Trimmruder nach aerodynamischer Definition flattert, flattert das Ruder an dem es befestigt ist noch lange nicht, selbst wenn es sich durch das Flattern des Trimmruders (mit)bewegt.
    Der Satz "Und dann flattert gern das Ruder mit .." ist aus aerodynamisch wissenschaftlicher Sicht definitiv nicht haltbar.

    Hallo Michael,
    abgesehen davon, dass du den zweiten Satz aus einem anderen Posting hineinkopiert hast, lehnst du dich auch hiermit wieder weit aus dem Fenster. Ob und welches Teil des Flugzeuges beim Flattern einer Trimmklappe in Resonanz geht, und wie stark sich das am Ende auswirkt, hängt von vielen Faktoren ab (Massenverteilung, Abmessungen, Dämpfung, Spiel). Aus dem Bauch heraus kann das keiner sagen.  Gerade wenn Spiel ins Spiel kommt, sind die kritischen Frequenzbereiche sehr breit.
    Daher ist Flattern eines einzelnen Teils nicht selten doch "ansteckend".
    Auch über die Kräfte macht man sich nicht immer das richtige Bild. Ein paar Millimeter Trimmung trimmen im Normalfall doch einige daN (Neudeutsch: Kilos) Ruderkraft weg. Und genau diese Kräfte überträgt das flatternde
    Trimmruder als Schwingungslast auf die Höhenruderanlenkung. Selbst wenn das Höhenruder nicht mitflattert.

    Auch stimme ich Dir
    zu, dass unsachgemäße Basteleien, wobei im Gegenteil für eine korrekte
    Planung und Ausführung reine "Sachkunde" sicher nicht ausreicht, äußerst
    gefährlich sind, und Veränderungen am Tragwerk, zu denen das Anbringen
    eines Trimmruders zweifelsfrei gehören würde, nicht ohne Grund der
    ergänzenden Musterzulassung bzw. der Stückzulassung bedürfen.

    Genau das war die Aussage meines ersten Postings. Du hast es natürlich viel schöner formuliert, lassen wir es einfach so stehen.

    Ulf
  • ...ich finde an einer C22 kann man alles über eine Trimmklappe erfahren was man so wissen möchte.

    1. Die Ansteuerung, wenn nicht verbastelt ist, Wirkung Feder/Bowdezug ist gut zu erkennen,
    2. Die mechanische Ausführung, dünnes Blech für Ruderhorn, nach Jahren von 5 auf 7mm ausgeschlackert,
    3. Im Vorbeiflug kann man sehen wie die Trimmklappe schlackert und das Ruder schlackert wunderbar mit, Amplitude 10cm
    4. Die Piloten haben von dem Gewackel nix mitbekommen, weil sich die ganze Unruhe in den labrigen Bowdenzügen in der HR- Anlenkung verloren hat.

    ...is wie die Hummel fliegt trotzdem ;-)

    Ich habe meine Trimmung so gebaut und angelenkt, dass für Schnellflug die Feder komprimiert werden muss und damit der Anlenkungsstrang schön steif wird. ...sieht aber doof aus weil meine Anlenkung auf dem HLW sitzt.

    Über eine flattrige Feder die Trimmklappe in den Schnellflug zu drücken find ich irgendwie nicht so gut...

  • ranger22 schrieb:
    abgesehen davon, dass du den zweiten Satz aus einem anderen Posting hineinkopiert hast


    Naja um diesen Satz ging's mir ja eigentlich!



    ranger22 schrieb:
    Ob und welches Teil des Flugzeuges beim Flattern einer Trimmklappe in Resonanz geht, und wie stark sich das am Ende auswirkt, hängt von vielen Faktoren ab (Massenverteilung, Abmessungen, Dämpfung, Spiel).


    Das wird nicht bestritten. Nur wäre eben diese Resonanz dann ohne aerodynamische Lasten lediglich hervorgerufen durch die Bewegung der Trimmklappe, die ihrerseits tatsächlich flattert.



    ranger22 schrieb:
    Daher ist Flattern eines einzelnen Teils nicht selten doch "ansteckend".


    Der Effekt mag ja ähnlich sein, nur ist es ist der Grund dieser Schwingung die mech. Anregung durch die flatternde Trimmklappe. Das Flattern als (geschwindigkeitsabhängige) aerodynamische Eigenschaft eines Bauteils ändert sich nicht nur weil ein anderes benachbartes und beweglich angeschlagenes Bauteil schon bei geringerer Geschwindigkeit zu flattern begonnen hat. Ein Bauteil flattert ab einer gewissen aerodynamischen Last oder eben nicht. Es flattert jedenfall nicht, weil es ein anderes Bauteil gerade tut.



    ranger22 schrieb:
    Du hast es natürlich viel schöner formuliert, lassen wir es einfach so stehen.


    Vielen Dank! Eigentlich sind wir uns ja völlig einig, auch wenn wir nicht die gleichen Begriffe verwenden.
    :-)) Was glaubst Du wie meine Patienten reagieren, wenn ich ihnen sage, dass Schmerz pure Einbildung ist....


    Michael



     

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