Gewichtsprobleme bei UL

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Stephan2 schrieb:
    Nämlich jede Aussicht in den Genuss auch nur des Bruchteils unserer Freiheiten kommen zu können.  

    Das hab' ich noch nie verstanden. Wo liegen denn Eure großen UL-Freiheiten in Fronkreisch??


    Die Rahmenbedingungen sind doch für alle gleich: In Frankreich und auf Deiner schönen Insel gilt sowohl die Physik als auch der Annex II. Vielleicht ist aber der mögliche Verzicht auf den Einbau eines Rettungsgeräts oder gar die aus juristischer Sicht vollkommen lächerliche Selbstdeklaration* die große Freiheit, die Du meinst. Erklär's mir bitte.


    Stephan2 schrieb:
    Was die physikalische Seite und die Zulassungsbedingungen zur Auflastung vorhandener Maschinen anbelangt wurde ja schon von kompetenterer Seite alles gesagt. 

    Naja, darum geht's doch gar nicht, schließlich fliegen die Maschinen doch schon immer in den fraglichen Belastungsbereichen, die einfach nur legalisiert werden sollten. Es wäre eigentlich nicht viel mehr als ein Verwaltungsakt, der dem Halter endlich die Eigenverantwortung gibt, von deren Existenz im UL-Bereich doch immer gefaselt wird.


    Michael


    PS: Ich denke, z.B. jeder Fascihalter - und nicht nur der - wäre erfreut, wenn seine Maschine eine MTOW von 560 kg bekäme, er aber dafür nur noch 160 km/h fliegen dürfte. Schließlich könnte man die Maschine ja jederzeit wiegen, die erste aeronautische Radarfalle müsste aber noch installiert werden :-))


    *) Das machen unser Piloten eigentlich auch: "ich weiß nicht, was Ihr alle habt, mein UL, vollmetall mit Verstellprop, EZFW, Schleppkupplung und 3-Farb-Lackierung hat ein echtes Leergewicht von 296 kg"

  • ColaBear schrieb: " .... zwar hat die EASA die deutsche ZÜP nicht zu verantworten, sie hat aber auch nichts dazu beigetragen, bei der Einführung der europäischen LSA-Klasse den deutschen Leichtfliegern dieses Bürokratiemonster zu ersparen. Jedenfalls kann ich nichts Derartiges erkennen.
    Eigenartige Interpretation! Einfach hier im Abschnitt "Hoffnung durch EASA-FCL bei den neuen Lizenzen?"
    nochmals den Satz ".... Die ZÜP wurde nicht von der Luftfahrtgesetzgebung eingeführt, sondern
    von dem deutschen Innenministerium mit seinem Sicherheitswahn ..
    ." lesen. Jetzt noch zu wünschen, dass sich die EASA im deutschen Innenministerium einmischen soll ? Resp. ihr explizit den Vorwurf machen, wenn sie das nicht tut ??? Also ehrlich: ich weiss nicht recht.

    ColaBear schrieb: "..... Ich habe im Laufe dieses Threads
    erkannt, dass wir hierzulande viel zu gewinnen und praktisch nichts zu
    verlieren haben. ...."
    Traurig. Aber wahrscheinlich wahr. Zumindest wenn man glaubt, dass man nicht einmal im eigenen Land mehr etwas ändern könne. (vgl. auch Stephans vorangehendes Posting).

    ColaBear schrieb: " .... Es ist eine egozentrische Position, zugegeben. Aber die
    Gegenposition ist es nicht minder.
    Ja das ist es. Aber zu behaupten, dass die Gegenposition - also zum Beispiel jene der Franzosen - es nicht minder sei, beweist schlicht und einfach, dass Du keine Ahnung hast (haben willst?), mit welchem Aufwand mit welchem Einsatz und mit welcher Ausdauer deren Verband, dessen Vertreter und Mitglieder und überhaupt alle UL-Piloten in F ihre Freiheiten erkämpft haben .... und laufend verteidigen.

    Gruss Dick, der mit "... ist mir egal ..." gestimmt hat. Denn wenn man den Leuten die Illusionen mit Argumenten nicht nehmen kann, dann soll man sie ihre eigenen Erfahrungen machen lassen.
  • Lieber Michael, wir kennen uns jetzt schon einige Jahre hauptsächlich über die Foren. Ich denke nicht dass Du eine Erklärung brauchst wenn es darum geht was ich unter Freiheit verstehe. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus dass Du und einige andere sicher auch einfach nur dermassen in Euer System hineingewachsen seit dass Ihr sicher damit mehr oder weniger zurecht kommt. Ich habe  in etwa der Hälfte meines Lebens das deutsche System (in jeder Hinsicht) erlebt und in der anderen Hälfte eben das französische. Speziell auf die Fliegerei bezogen geht der Vegleich so eindeutig zugunsten Frankreichs aus dass ich Lust habe Dir deine Frage zurückzugeben. Erklär mir bitte was in der Ul-Fliegerei in Deutschland besser ist damit es  EU-weit eingeführt werden sollte. Your turn...

    Gruss Stephan
  • Iss spät - wer Rechtschreibfehler findet möge sie behalten und überhaupt----

    Ohne jemanden wegen seiner Überzeugung „anpieseln“ zu wollen – wir haben IHMO kein „Gewichtsproblem bei UL“, sondern vielmehr ein „Gewichtigkeitsproblem bei ULern“…

    Hier wird über Freiheiten, Gewichte, nationale Zuständigkeiten, physikalische Möglichkeiten usw. palavert, wobei einige wichtige Zusammenhänge völlig außer Acht gelassen werden!?

    Mal eine völlig unvollständige und sehr subjektive Aneinanderreihung von Gedanken:
    In den 70ern gab‘s bereits einen wilden Ölschock, dem die Wirtschaftswunderjahre vorausgegangen waren. Mitte/Ende der 70er entwickelten einige Hirne den Wunsch, dem dazugehörigen Körper das Fliegen ermöglichen zu wollen (und zwar nicht wie bei den Hippies auf Woodstock, sondern echt). Die Fliegerei mit einer Blechente á la C150/152/172 war aber bei den damaligen Relationen zwischen Verdienst und Kosten schlicht nicht möglich.

    Also haben sich Tüftler auf den Weg gemacht und Fluggeräte entworfen, die mit minimalem Einsatz (Kosten) sowie Aufwand (Bauart, gleichzeitig Wartung und Wartungskenntnis) und auch einer äußerst geringen Anforderung an Ausbildung oder Training einen enormen Spaß beim Ritt um die Kirchturmspitze versprachen. Klar, dass wegen Wartung und Gewicht 2takt angesagt war, ebenso ein paar Alurohre mit Tuch und einige Spannseile, die sich samt und sonders leicht austauschen lassen.
    Man hat diese „Irren“ (und wenn ich die Fallschirmspringer am Platz so höre, sind wir das immer noch) mal machen lassen – eigentlich recht nett vom Gesetzgeber….

    Nun haben sich diese Kisten aber entwickelt: aus unter 30 PS wurden über 100, aus „Schlabbertüchern“ wurden Ganzmetallflieger, aus „Treetopflyern“ wurden „Stratosphärenkratzer“.

    Anfang der 80er waren die Leute froh, in die Luft zu kommen. Man hielt sich von dicht besiedeltem Luftraum aus eigenem Interesse fern, sei es eine CTR oder auch nur möglichem IFR-Verkehr in LR-E.

    Was im Laufe der Zeit aber vergessen wurde, ist dass der Begriff „ultraleicht“ *eigentlich* nix mit dem Gewicht zu tun hat, sondern zum Ausdruck bringen soll, wie sich so ein Luftsportgerät verhält. Vergleichbar mit Fahrrad und Goldwing. Oder Kettcar und Formel1-Flitzer. Natürlich hängt da auch das Gewicht mit dran, aber eben nicht ursächlich.
    Es gibt etliche andere Beispiele, aber dies ist aus erster Hand: Fox II, leer etwas über 170kg, damit Zuladung fast 180kg. Okay, ich(rund ein Doppelzentner)*mal*zwei plus Sprit geht nicht, aber im Rahmen des Gesetzes. Es gibt aber reichlich andere „antike UL“ mit 180 bis 200kg Zuladung. Wenn man da Hirnschmalz investieren würde, ließen sich vielleicht auch noch ein paar Kilo rauswürgen bzw. mit überarbeiteten Antrieben die Verbräuche senken, was zu längerer legaler Flugzeit führen würde.

    Warum das nicht passiert?
    Die Wechselwirkung zwischen Kundenwunsch und Herstellerstreben wurde ja schon thematisiert…. Das Mofa wurde getuned, damit es auch 180 läuft. Weil es aber dann so „wackelt“, wurden Stabilisatoren eingebaut und die Kisten schwerer gemacht. Und mit ‘nem dickeren Helm ging es dann auf die Autobahn….
    Nicht? Doch! Wenn ich die Threads so verfolge, ist ein BZF eigentlich ein „Muss“, und es übt auch ungemein, und so ein Durchflug durch ‘ne CTR oder auch eine Landung dort eigentlich unerlässlich. Okay, dafür sollte man (je nach Platz) schon 200 Sachen drauf haben, sonst hält man den Verkehr auf….

    Meine Oma (Baujahr 1907) liebte *auswelchengründenauchimmer* das Flughafenrestaurant in Düsseldorf. Wann immer sich eine Chance bot, nahm sie Anfang der 70er ihren Enkel im Grundschulalter (flugbegeistert) mit auf den Zug, man fuhr von Wuppertal nach D’dorf, Oma schnabulierte ihr Eisbein auf Kraut (oderwasauchimmer) und ich klebte mit der Nase an der Aussichtsscheibe und wollte Pilot werden. Dicke Dinger fliegen. Streifen auf der Schulter haben. Diese Runway langsausen!!!!!

    Ich hab diesen Wunsch aus diversen Gründen kurz vor dem Abi mit 18 gecancelt. Mit 30 aber kam der Wunsch zum Fliegen erneut auf – erschwinglich sollte es sein, einfach, ohne Hilfe Dritter. Damit waren Echo und Segelflug gestorben! Die SPL wurde gemacht – zu einer Zeit (1998), als es die Gewichtsdebatte schon gab….
    Damals hatte sich schon viel verändert, und seither noch viel mehr! Schaue ich mir die MIKEs so an, bezweifele ich nicht nur die Einhaltung des MTOW – die Dinger fliegen zum Großteil auch nicht mehr bei den geforderten Geschwindigkeiten! Und wenn ich an Truxxon denke und den Spruch „das Ding will geflogen werden“, kommt mir die Galle hoch. NEIN, ein UL sollte von jedem Deppen in nullkommanix beherrscht werden können. Gilt das für alle aktuellen Geräte?

    Nochmal: Es geht bei ultraleicht nicht um Gewicht, sondern um ultraleichtes Fliegen!

    Das bedingt (bei genauerem Hinsehen) allerdings auch, dass ich mich mit meinem Mofa nicht während des Grand Prix in der Nordschleife des Nürburgrings aufhalten sollte. Oder anders: Für Landungen auf Verkehrsflughäfen waren ULs eigentlich nicht erfunden worden. Okayokayokay, einige werden sagen „sie können es aber“. Ich bekenne mich als „ewig gestriger“ und sage „das ist nicht der Punkt“! Mit (oder sogar ohne) Mofa-Prüfbescheinigung und einem getunten Mofa kann ich auf der Autobahn auch einen LKW überholen. Kein Ding. Aber: wollen wir das? Oder würde man nicht sagen „Jung, mach den Motorradführerschein und kauf Dir ne Kiste, mit der das legal machbar ist?“

    Wir alle wollen bezahlbar fliegen. Einige wollen nur um den Kirchturm, andere wollen auch Reisen oder in die CTR. Für den Kirchturm reichen SPL und „alte“ „echte“ UL, für alles andere reichen die nicht. Anstatt aber jetzt zu schreien „frisierte Mofas auf die Autobahn“ (und damit TÜV, strengere Ausbildung, höhere Versicherung für alle Mofas in Kauf zu nehmen) wäre es doch vielleicht doch angebracht, die Anforderungen für „kleine“ Motorräder zu senken?!

    Seit ich fliege und insbesondere Halter bin, ist bereits alles komplizierter geworden: JAR-Medial, Haftpflicht innerhalb eines Jahres verdreifacht, zertifizierte Funken werden Pflicht (ausg. Ausnahmeliste), Gültigkeitszeiträume der Lizenz werden verkürzt (uvm)…. Neuentwicklungen im UL-Sektor gingen fast ausnahmslos in Richtung „schneller-höher-weiter“ (und schwerer – sowohl bei Gewicht als auch Beherrschbarkeit). „Fliegen für jedermann“ ist der UL-Sport heute imho nicht mehr, und bei Neupreisen von 80-100Teuro für „DAS Gerät“ würde ich schon überlegen, mir eine alte amerikanische Blechente für 20Teuro zu kaufen – denn für Lizenz und erhöhte Wartungs- sowie Stundenkosten kann man etliche Stunden fliegen! Okay, das Gewichtsproblem indes bleibt….

    Dennoch stimmt mich die Diskussion zuweilen mehr und mehr nachdenklich. Seit Kurzem haben wir eine LTF für Dreiachser bis 120kg – in Teilen heftiger als die Bauvorschriften 1985, die aber auch Zweisitzer umfassten! Muss das sein? Wäre es nicht auch denkbar, einfachste Bauvorschriften für einfachste „Kirchturm-Umrunder“ zu erstellen?
    Sicherlich wäre es das! Aber der deutsche Gesetzgeber sieht den Annex II, und da gibt es einiges, was in der Vergangenheit versäumt worden sein könnte in Hinblick auf die „aktuelle Marktlage“, also „langen wir mal hin“.
    Ich bin der Meinung, dass 450kg für ein „ursprüngliches“ UL vollkommen ausreichen (und damit meine ich den Sinn des UL-Gedankens). Ich bin der Überzeugung, dass die LSA die Klasse ist, in der einige UL eigentlich ihren Platz gehabt hätten, und dass man dieser Klasse über ähnliche Erleichterungen wie bei UL eine Lebenschance hätte geben müssen. Zutiefst überzeugt bin ich von dem Gedanken, dass bei Einfachst-UL (vonmirausbsieinhunderzwanzigkilo) geringste Nachweise erforderlich sein sollten (und nicht 67?! Seiten Vorgabenerfüllung) und auch der Flugplatzzwang aufgehoben sein sollte.
    Es gibt die Klassen. Es gibt die Lizenzen. Es gibt Wünsche. Es gibt Vorgaben. Aber die passen alle nicht über einen Leisten. Mein Apell: versucht nicht immer, von unten her „aufzubohren“, sondern Erleichterungen für die nächst höhere Klasse zu erwirken, da habe alle was von….
    Blue skies, Frank

    PS: Wobei ich bei der Ausbildung derer, die dann „reichlich auf Strecke gehen“ wollen, schon bitten würde, dass da genau geschaut wird! Anonymisiert, aber nachzulesen hier: http://www.ulforum.de/ultraleicht/forum/12_fliegen-und-reisen/3262_flug-nach-sterreich
    1. Möchte demnächst nach Österreich fliegen, so in Richtung Zell am See oder St. Johann. Benötige ich hierfür das BZF-II oder langt das normale "Baby-BZF" das wir alle mit der SPL-Prüfung automatisch erhalten haben. (Gute Frage – mehrfach gute Antworten im Netz – no offence like!)
    2. Das BZF-II reicht. (hä?!)
    3. Da es sich um einen Auslandsflug handelt, ist BZF1 Vorraussetzung - auch wenn in dem Zielland Deutsch im Funk gesprochen wird - ist ein wenig grotesk, aber so sind die Regeln. (frei nach FD: das ist natürlich völliger Blödsinn….)
    4. Da in Deutschland keine Pflicht für eine BZF besteht und in der Regelung keines gefordert wird, sollte man auch keines benötigen. (AHA – gut, der Mann!!!)
    5. ... WER VIEL FRAGT, BEKOMMT VIELE ANTWORTEN...und gleich noch hinterher...... Schlafende Hunde soll man nicht wecken. Von mir hat in Österreich noch Niemand ein Funksprechzeugnis verlangt.Ich hoffe das bleibt auch so. (JA UND WAS HEISST DAS?!?!?!)
    [… ]
    1. Hallo, hab's schon verstanden, keine schlafenden Hunde wecken.
    Jatollwiegeilistdasdenn?!?!? Leute, ich glaube, heute hab ich verstanden, wie es um die ULer bestellt ist!
    Zwar schon oft gesagt (auch mir), aber noch nicht von allen und vor allem nicht laut oder oft genug:
    Deutschland regelt nur die Flüge innerhalb Deutschlands für Piloten mit Deutschen Lizenzen! Deutschland regelt ferner die Flüge von Piloten mit ausländischer Lizenz innerhalb Deutschlands! Deutsches Gesetzt findet im Ausland bei deutscher Lizenz und deutschem Luftfahrtgerät Anwendung, wenn das Ausland nix anderes bestimmt!
    In Deutschland darf ein SPLer *funken* (in der Lizenz steht drolliger Weise nix von der Sprache). In Austria darf es das entsprechend auch! Grenzüberschreitend hat nix mit BZF1 oder 2 zu tun, sondern nur mit der Sprache (innerhalb Deutschlands)! Die ICAO, die die Sprachforderungen aufgestellt hat, haben (und das auch nach ihrer eigenen Website) nix mit SPLern (wie auch Bollonfahrern oder Segelfliegern) zu tun – wes gibt seitens der ICAO keine Anforderungen an SPLer, ihre Sprachfestigkeit testieren zu lassen. Das Gastland allerdings kann dies sehr wohl verlangen – so z.B. Österreich gem. AIP! Da wird aber nur gefordert, dass einfliegende Piloten den Level 4 in Deutsch ODER Englisch in ihrer Lizenz eingetragen haben müssen.
    Na denn macht mal!
    …just my 2 cents..


    PS2: Ich hab bei der aktuellen Umfrage mit "NEIN" gestimmt!
  • PS3:
    Die ZÜP haben wir ULer möglicherweise auch nur deshalb bisher auch nur nicht aufgedrängt bekommen, wei die Politiker bei UL eben noch an "fliegende Rasenmäher" denken, die einen weiten Bogen um Verkehrsflughäfen machen...

    Wenn die mal richtig nachschauen.. ohgottt.......

    ....aber still: no offence like!
  • Stephan2 schrieb:
     Erklär mir bitte was in der Ul-Fliegerei in Deutschland besser ist damit es  EU-weit eingeführt werden sollte.

    Mit Sicherheit nix und niemand will das "deutsche System" dem Rest der Welt überstülpen - hatten wir schon mal :-(((


    Was mir aber nicht einleuchten will ist doch folgendes. Das Gewichtslimit des ANNEX II hat doch auch in Frankreich Gültigkeit. In Frankreich werden die gleichen ULs - CT, Pioneer 300, FK14, etc. pp. - geflogen wie bei uns. Warum soll das bei Euch legal sein und in der Bundesrepublik nicht?
    Sollte es nicht legal sein, wovon ich übrigens fest überzeugt bin, dann haben Franzosen und Deutsche mit entsprechenden ULs doch eigentlich das gleiche Problem, oder etwa nicht??


    @Foxflieger


    Lieber Frank,


    Vielen Dank für Deinen Beitrag. Fast 100% Zustimmung*. Nur leider ein klitzekleines Problem, es gibt diese Flieger nun mal leider und es wäre viel zu einfach, deren Existenz ausschließlich den Käufern anzulasten. Die konnten schließlich nur kaufen, was von der Administration zugelassen war...


    Michael


    *) wir sollten mal wieder telefonieren

  • Foxflieger, das war mal ein guter Beitrag.


    Ich hab es auch schon gesagt, das Gewichtsproblem liegt bei den Piloten.


    Mein Flieger hat bei vollem Tank 150kg Zuladung. Also entweder können nur Persohnen mit weniger als 65kg mit, oder, und so mache ich es, ich fliege allein und habe viel Platz für mein Gepäck.


    Obwohl, und ich gebe es zu, eigendlich sollte es auf 2 mal 75kg rauslaufen. Mal sehen ob ich da hin komme!


    Rüdiger

  • HAllo Foxflieger,

    ich habe mir mal die Mühe gemacht Deinen ganzen Beitrag zu lesen.

    Ich denke das hättest Du kürzer fassen können.

    vielleicht so:

    Ich bin Kirchturmflieger, habe kein Gewichtsproblem und warum wollt ihr alle anderen dann schneller fliegen. ( Vielleicht ein bisschen Neid? )  Nette Lebensstory,  aber weing hilfreiches.

    Dein Mofavergleich einfach nur schwach.  Ich fahre übrigens ohne Motoradführerschein seit Jahren einen " Ultraleicht Roller" Piaggio x8 125ccm mit 125 Km/ Tacho auf der Autobahn. Geht wunderbar mit dem besseren Mofa.(3 Liter auf 100 Km! und 60 Euro Versicherung p.a.)  Warum man für jedes bisschen CCM  und  PS einen weiteren sau teueren Führerschein in der BRD braucht ist genauso ein schwachsinniges , wie  unnützes Verfahren.  

    Was ereiferst Du Dich wenn hier ein Alpenbeginner verantwortungsbewußt eine Frage stellen ?  Hast Du ihm mit einer sachkundigen Antwort im Thread  geholfen. NEIN- nichts von Dir

    Dann machst Du Dich noch über die "Helfer" lustig.

    Aha......   das sind ja die unwissenden ULer.

    Dein Kommentar : Es gibt die Klassen. Es gibt die Lizenzen. Es gibt Wünsche. Es gibt Vorgaben. Aber die passen alle nicht über einen Leisten.

    Stimmt:

    Es gibt den Fortschritt, die besseren Materialien, unbürokratische Regeln, die Unlogik siehe Gyro. Da muß man dran arbeiten.

    Stillstand ist Rückschritt   

    Habe mit Ja gestimmt ( obwohl ich gar kein Gewichtsproblem habe)

    Peter

  • Foxfliegers Appell beschwört die "gute alte Zeit". Damals.... war alles viel einfacher und besser.
    Rasenmäher-Flieger usw. Mopeds, Go-Karts usw. haben alle eine rasante Entwicklung genommen.
    Das kann man nicht aufhalten und nicht zurückdrehen. Und wenn doch, dann gibts es ja die 120 Kg Klasse.

    FD hat es angesprochen: Das was heute in der Luft ist muss in klaren Verhältnissen fliegen.
    Würde die Bauordnung an die Praxis (Wegfall des Leergewichtes als entscheidendes Kriterium) und die MTOW-Regelung offiziell bestätigt, hätte ich mit der Fasci alles was das Herz begehrt. Ich fliege sowieso meist allein.
  • …back again, und gerade auch viel entspannter als gestern Abend!

    @FD
    Klar – die Flieger gibt’s, die sind auch schön, und die Misere darf nicht allein von den Kunden auszulöffeln sein. Darum geht es mir gar nicht! Ich bin dennoch gegen eine Auflastung, wenn die mal wieder pauschal erfolgt wie seinerzeit von 400 -> 450 -> 472,5. Einigen Fliegern (insbesondere danach neu entworfenen!) hat es geholfen, anderen nicht. Aber letztlich zog die Anhebung strengere Vorschriften für alle ULs/ULer nach sich. Ich denke, man hätte die LSA-Klasse besser zur „premium-mike“ Klasse gemacht, europaweit, etliche Regeln gestrichen, dann wäre das Ding der Renner. Für die sogenannten „Bleienten“ dann wahlweise Zulassung in mike-standard oder mike-premium.

    …und das mit dem Telefon seh ich genauso ;-)

    @QuaxC42
    Lieber Peter, ich bedauere, dass es Dich Mühe gekostet hat, meinen ganzen Beitrag zu lesen, aber umso mehr freue ich mich, dass Du es gemacht hast!
    Sicher hätte ich mich kürzer fassen können – aber erstens wollte ich das nicht, und zweitens hat Dein Vorschlag einer möglichen gekürzten Fassung mit meiner Aussage nur ganz wenig zu tun!
    Ja, ich habe ein Fluggerät, das mal für Kirchturmrunden konzipiert wurde. Jein, ich habe kein gravierendes Gewichtsproblem, weil ich weiß, dass ich mit meiner Mühle keinen mitnehmen darf, der meine Statur hat. Aber damit kann ich leben. Aber mal ganz ausdrücklich – NEIN, ich stelle mir ganz und gar nicht die Frage, warum andere schneller fliegen wollen als ich. Dies, lieber Peter, ist ebenso eine Unterstellung wie die Frage, ob ich neidisch bin! Nein, ich bin nicht neidisch, ich gönne jedem sein Fluggerät, auch Dir Deine C42 – ich freue mich sogar mit Dir, wenn Du von guten Flügen berichtest.

    Ich sehe die Frage nach meinem möglichen Neid aber noch in einem ganz anderen Licht: Wenn Du mir (C22) Neid auf u.a. Deine C42 unterstellst, dann habe ich leider den Eindruck, dass Du Dich aufgrund Deines Flieger für was „Besseres“ hältst?! …auch interessant zu wissen!

    Hilfreich sollte mein posting gar nicht sein – vielleicht aber zum Nachdenken anregen, was aber offensichtlich nicht unbedingt so funktioniert, wie ich gedacht habe. Peter, Du fährst einen 125er ohne Motorradführerschein legal auf der Autobahn. Okay, das sagt uns, dass Du entweder „schwarz“ fährst oder damals Deinen Klasse 3 vor 1984 hattest (ich gehe mal vom zweiten Fall aus). Ich halte aber fest: Du fährst NICHT mit einem frisierten Mofa mir 120 auf der Bahn! Was jetzt an meinem Mofavergleich schwach ist, entzieht sich (zumindest in Bezug auf Deinen Angriff) leider völlig meinem Verständnis.

    Dann noch die Sache mit dem „Alpenbeginner“:
    Ich finde es ausdrücklich gut, sich schlau zu machen – egal ob in der AIP, auf dem Flugplatz, im Forum oder sonstwo. Und ich bin in der Regel auch nicht unbedingt derjenige, der keine Hilfe anbietet. In diesem Fall allerdings kam von mir in der Tat keine Hilfe, da ich zwischen Fragestellung und erster richtiger Antwort gar nicht online war (obwohl: muss ich da eigentlich Rechenschaft ablegen?!)!
    Betrachte ich aber die Antworten, so fällt mir auf, dass (so zumindest lese ich das) eben *nicht* die Erkenntnis hängen geblieben ist, dass die AIP Österreichs unsere Lizenz komplett anerkennt und entsprechend ein BZF wie auch beim Fliegen in D nicht notwendig ist. Nein, es bleibt hängen, dass „man keine schlafenden Hunde wecken soll“. Ebenfalls taucht da wieder (unwidersprochen) das alte Gerücht auf, dass für einen Auslandsflug „die Regeln besagen, dass BZF1 Pflicht ist“.

    Sollte sich einer oder mehrere der Beteiligten in dem genannten Thread durch meine Äußerungen angegriffen fühlen, so bitte ich diese hiermit aufrichtig um Entschuldigung. Es lag mir fern, mich lustig zu machen, aber ich sehe, dass ich mich in der betreffenden Passage in der Tat im Ton vergriffen habe – sorry!

    Aber es ist sicherlich nicht Deine Aufgabe, lieber Peter, Dich darüber aufzuregen, und schon gar nicht gescheit, mich hier anzufeinden und zudem meine Position völlig falsch zu interpretieren und gar Neid und Rückständigkeit zu unterstellen. Ich möchte Dich auch entsprechend herzlich bitten, dies in Zukunft zu unterlassen. Danke!

    Und zum Thema „Stillstand ist Rückschritt“, da bin ich voll und ganz Deiner Meinung! In der Umsetzung allerdings sehen wir das vielleicht unterschiedlich: Ich bin der Auffassung, dass es für unterschiedliche Arten von UL auch unterschiedliche Klassen geben könnte, und dass sich innerhalb dieser Klassen dann auch Fortschritt einstellen könnte. Und wenn die GA über der UL-Szene gefährdet ist, dann könnte man dort vielleicht zumindest das untere Segment sinnvoll (!) von Ballast befreien und zum Beispiel die Faszi in diese Klasse heben. Aber das sagte ich wohl schon.

    Fatal finde ich die Entwicklung, weil sie FÜR ALLE Nachteile mit sich bringt, da eben alle über einen Leisten gezogen werden.

    @Werner – die 120er Klasse ist ja nun auch nicht das, was das Herz des Gartenstuhlfliegers uneingeschränkt höher schlagen lässt! Es gibt da etliche alte Flieger, die nach den 95er Vorschriften oder sogar noch früher zugelassen wurden, aber nun nicht einfach übertragen werden können in die neue Klasse, weil da einige Nachweise nachgeliefert werden sollen. Und Elektro ist von vornherein ausgeschlossen…..

    Sinnvoll durchdacht sind m.E. weder die Zulassungsvorgaben, noch die Lizenzen, und auch eine „europäische Harmonisierung“ wird nicht unbedingt zum Harmoniegefühl beitragen, ebenso wenig wie eine immer wiederkehrende pauschale Anhebung des erlaubten MTOW für UL.

    Blue skies, Frank
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