Heftiges Zurückschlagen beim 912 (100PS)

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Hallo,

    das Thema wurde im Nachbaruniversum schon mal ausgiebeig besprochen, leider ohne greifbare Lösung  (so es denn eine gibt).

    Problem: unser 100PS 912er springt in sehr kalten Zustand nicht an, er schlägt heftigst zurück.
    Man startet, der Motor zündet auch, dann schlägt der Motor zurück und der Anlasser dreht ins Leere (Freilauf)

    Abhilfe (wenn man es so nennen will) schafft dann nur eine Überbrückung und viel Geduld, nach dem x-ten Startversuch springt der Motor dann irgendwann an.
    Motor läuft ansonsten einwandfrei, hat jetzt ca. 650h, Vergaser wurden vor kurzen teilüberholt (neue Schwimmer + Nadeln + Synchronisation).

    Wir sind ein wenig ratlos. An der Spannung kann es m.E. nicht liegen, denn auch bei Überbrückung tritt das Problem auf.
    Ich tippe daher auf den Anlasser (verschlissen, zu wenig Drehzahl oder Zündung).

    Hat irgendjemand eine Idee ?

    Grüsse Matthias
  • Der Rotax schaltet seinen Zündzeitpunkt zwischen "Anlassen" und "Motor läuft" um. Maßstab ist die Drehzahl. Wenn also die Drehzahl größer als X ist, schaltet der Motor auf "Früh". Nun wird die Drehzahl für dieses Umschalten nicht gemessen, sondern es wird die Spannung am Geber als Maß für die Drehzahl grnommen. Wenn der Abstand des Gebers zum Magnet zu klein ist, kann es passieren, daß die Zündung beim Anlassen schon "denkt", daß der Motor läuft -> Frühzündung, Zurückschlagen.

    Also, mal die Zündgeber Prüfen. Ggf. mal die neue Grundplatte probiern, die hat ein anderes Anlaßtiming.

    Das Wartungshandbuch ist Dein Freund.

    Tobias
  • matt44 schrieb:
    Hallo,

    Hat irgendjemand eine Idee ?

    Grüsse Matthias




    Hallo


    weiterer Versuch bei kaltem Motor : nur mit einem Zündkreis starten  , Gas weg , Choke voll, und wenn er kommt sofort Gas nachschieben, dann sofort 2.Zündkreis zuschalten.


    auch Vorwärmen mit Fön soll helfen, nevt aber auch.


    Grüße
    peter


     


     


     

  • Hallo,

    von mir ein Tip mit Empfehlung:
    ConAir Soft Start Module
    for Rotax 4 Stroke Aircraft Engines

    http://www.rotax-owner.com/index.php?option=com_content&view=article&id=49:ssm&catid=6:product-review&Itemid=35



    Gruß Torsten
  • kenne das problem gut. ich mach es wie folgt. beide zündkreise, pumpe an. dann vollgas, dass er fettes gemisch bekommt, bzw. nicht anspringt, dann 5-8 sek starten (motor drehen lassen), dann wieder alles aus u . kurz warten.


    dann gas leerlauf und erst mal ohne joke probieren und leicht gas geben, wenns nicht klappt dann leicht joke ziehen aber kein gas. klappt bei mir bis temperaturen -5 Grad recht gut. aber nun, jeder rotax ist etwas anders, könnts ja mal probieren. den tipp von peter mit heizlüfter oder fön kann ich auch nur empfehelen. stze ca. bei temperaturen unter 0 grad einen heizlüfter unter die haube. dann springt er super an, sogar ohne choke.

  • Hallo matt,

    auch bei mir bekannt, scheint aber auch immer wieder den 100 PS (höher verdichtet ?)
    zu betreffen. Das System ist sehr sensibel, will sagen, wenn die einzelnen Bauteil nur
    um einen geringen Wert abweichen, klappt alles zusammen. Angefangen bei der Batterie-
    spannung Kappazität. Der Anlasser und die Kupplung (Freilauf). Diese drei Bauteile lassen
    den Motor nicht in die nötigen Anlassdrehzahlen kommen. Dann der Zündgeber, eventuell
    wirklich etwas zu früh im Anlassvorgang? Und , letztlich Vergaser, Kerzen und Piloteuer.
    Handbuch befolgen hat meist Sinn gemacht, also im Leerlauf mit Choke starten.
    Ich wärm den Motor im Winter immer vor. Die halbe Stunde macht bei den paar Flügen
    an den fliegbaren Tagen keine Belastung aus.
    gruß  Reinhard
  • Hallo Matthias,


    wir hatten das gleiche Problem am 80PS Motor bei ca 1200h. Laut Rotax hatte der noch die alte Geberplatte, mit zuviel Frühzündung in der ersten Zündphase (bis ca 600U/min) . Dazu kam noch ein verschlissener Freilauf(rutscht beim Starten durch), und schon schlug der Motor im kalten Zustand zunehmend heftiger zurück....bis er irgendwann mal gar nicht mehr ansprang. Folglich haben wir diese Teile dann getauscht, und nun springt er auch bei Minusgraden wieder einwandfrei an.


    Am besten rufst Du mal bei Rotax an, gibst denen die Motornummer durch, und fragst welche Zündgeberplatte da eingebaut ist. Diese Teile zu wechseln, ist allerdings sehr aufwändig, und erfordert Spezialwerkzeuge.


    ultraleichte Grüße,


    Volker

  • Hallo zusammen,

    lest Euch mal die SB-912-042 R1 aufmerksam durch !

    http://www.rotax-aircraft-engines.com/portaldata/5/dokus/d03240.pdf

    Wenn das alles beachtet/durchgeführt wurde, wird das Problem beseitigt sein.

    Außerdem kann ich empfehlen, die neue Magnetnabe (T/N 966872) mit -3° Zündzeitpunkt beim Startvorgang, einzubauen.

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