Mysteriöser Flugzeugabsturz

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  • http://www.derwesten.de/region/flugzeugabsturz-bleibt-mysterioes-pilot-noch-nicht-gefunden-id11102393.html
  • Danke, TomTom85

    Genau darauf zielte meine Frage ab. Es müßte noch jemand in der Maschine gesessen haben, da sie nicht von selbst Kurven fliegt.
  • Was heißt eigentlich "Maschine war auf Notlandung eingestellt"? Suche wurde eingestellt! Alles seltsam.

    Gruß Schröder

  • Der Pilot wurde laut Bildzeitung leider tot aufgefunden.

    Gruß Gernot
  • Laut aero.de gab es wohl einen Notruf:
    http://www.aero.de/news-22482/Vermisster-Pilot-tot-aufgefunden.html

    Das spricht deutlich gegen die Selbstmordtheorie.
  • In der Heinsberger Zeitung von heute steht ein ausführlicher Bericht über die jüngsten Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft Aachen, der BFU und eigener Recherchen der Zeitung zum vorgenannten Absturz.

    Da der Artikel selbst nur Abonennten zugänglich ist, hier der Versuch einer Zusammenfassung:

    Der Pilot stand demnach im Verdacht, seinen Arbeitgeber bestohlen zu haben. In der vergangenen Woche habe die Polizei bei ihm zuhause Waren im Wert von mehr als 10 TEUR gefunden. Auch bei seinem Arbeitgeber sei bereits gestohlene Ware bei ihm im Rucksack gefunden worden.

    Am Tag nach der Hausdurchsuchung, dem Unfalltag, habe der Pilot die Maschine gechartet und sei damit einige Zeit umhergeflogen, dabei soll er Flugübungen durchgeführt haben, die sonst Fluglehrer ihre Schüler machen lassen. Die Zeitung beschreibt den Flugweg, offenbar nach Rekonstruktion durch BFU, ich deute diesen jetzt mal als "ziellos". 

    Vor seiner Zwischenlandung am Platz Dahlemer Binz sei er vor einer Wetterfront hergeflogen, diie er gesehen haben müsse. Nach dem Wiederstart sei er zuerst weiter "ziellos" (meine Deutung) weitergeflogen, bis er dann aus südlicher in Richtung Nettersheim geflogen sei, wo er dann die Fahrt verringert und die rechte Tür geöffnet habe und dann aus dem Flugzeug ausgestiegen sei. Die Maschine sei nur 100m vom nächsten Haus abgestürzt.

    Die Staatsanwaltschaft habe demnach keine andere Erklärung als Suizid.
  • Vor seiner Zwischenlandung am Platz Dahlemer Binz sei er vor einer Wetterfront hergeflogen, diie er gesehen haben müsse. Nach dem Wiederstart sei er zuerst weiter "ziellos" (meine Deutung) weitergeflogen....
    In den Zeitungen und Berichten wird ziemlich viel Blödsinn geschrieben und geredet.
    Die Zwischenlandung auf dem Flugplatz Dahlemer Binz gab es nicht. Auch über Funk hat sich der Flieger da nicht gemeldet. Daher gab es auch keinen "Wiederstart".
    Der Fundort des Piloten und der Aufschlagpunkt des Fliegers liegen ca. 8 km auseinander. Die Flugzeit zwischen den beiden Punkten wäre auf geradem Weg ca. dreieinhalb Minuten, wenn man vorraussetzt, das der Flieger mit Mindestgeschwindigkeit geflogen ist.
    Der Flieger ist auch nicht "vor einer Wetterfront" gestartet, sondern hinter der Bodenfront. Die Untergrenze lag in Aachen bei 2000 bis 2500 ft, in der Hocheifel bei ca. 500 ft. Der Wind kam aus Südwest, ziemlich ruppig mit 10 -20 kt.

    Wie der Typ aus dem Flugzeug gekommen ist, ist für mich ein Rätsel. Wer schon einmal versucht hat, bei einer PA 28 die Tür im Flug zu öffnen (vielleicht weil ein Gurtende raushängt und am Rumpf herumscheppert), weiß, was ich meine. Da zufällig mal nebenher rauszufallen ist nicht möglich. Im Gegenteil, wenn man da raus will, bedarf es schon eines enormen Krafteinsatzes, und geht, wenn überhaupt, nur im Langsamflug nahe der Stallspeed.

    Soweit die Fakten.
    Es darf munter weiterspekuliert werden.
    Viel Spaß
    Pedro
    PS: HIV (hab ich vergessen) Dieser ominöse "Notruf per Knopfdruck", von dem in mehreren Berichten die Rede war, war das ELT, das eingeschaltet, und dann natürlich beim Aufprall, wie es sollte, auch das Notsignal gesendet hat.
  • Spekulation ist eine Form der Anteilnahme. Insofern ist sie sehr menschlich.

    Fakten erfahren ist aber befriedigender, daher Dank an Pedro.
  • Spekulation ist eine Form der Anteilnahme. Insofern ist sie sehr menschlich.
    Das sehe ich, oder besser, muss ich etwas anders sehen. Was ich hier an Spekulationen in den Zeitungen (und auch in Fernsehberichten) gelesen und gehöhrt habe, hat eher mit Effekthascherei und/oder Sensationsgier zu tun. Anteilnahme habe ich da nicht gesehen.
    Was mich doch ziemlich schockiert hat, war die Tatsache, das jemand ein Flugzeug weiterfliegen lässt, offensichtlich ohne sich über die möglichen Folgen auch nur irgeneinen Gedanken zu machen. Es war ja nicht berechenbar, wo die Maschine herunterfällt. Da muss doch schon ein unfassbares Potential an Hirnlosigkeit vorhanden gewesen sein.
    Insofern hält sich meine Anteilnahme, zumindest für den Piloten, in sehr engen Grenzen.

    Grusz
    P.
  • Da muss doch schon ein unfassbares Potential an Hirnlosigkeit vorhanden gewesen sein.

    Genau das würde ich lieber etwas differenzierter betrachten.

    Ich hoffe, Thomas Borchert gestattet mir, dass ich hier aus seinem Vorwort zur aktuellen Ausgabe des Fliegermagazins zitiere, das sich allerdings auf Flugunfälle, nicht auf Suizide bezieht (um hier nicht den Anschein zu erwecken, bewusst in falschem Sinnzusammenhang zu zitieren):

    "Es gibt Handlungsabläufe und Situationen, die jeden von uns - auch die Allerschlauesten und Allerbesten - dazu bringen können, Dinge zu tun, die im Nachhinein ganz offenkundig dämlich sind."

    Ich finde, das bringt es gut auf den Punkt.
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