ranger22 schrieb:
Aber doch um Gotteswillen nicht in 80m Höhe mit Passagier
Einen Passagier dem Risiko einer Umkehrkurve auszusetzen, ist sicher fragwürdig. Nichtsdestotrotz sollte es mit einem "richtigen" Ul und ausreichendem Trainingsstand des Piloten* auch bei 80m Höhe, und diese Angabe beruht im konkreten Fall schließlich nur auf Schätzungen von mehr oder weniger sachkundigen Zeugen, funktionieren.
Aber eine Gesamtmasse von ca. 554 kg ( MTOW um mehr als 17% überschritten) bei nur 8 cm Differenz zwischen maximaler Vor- und Rücklage des Schwerpunkts macht die Beladung an sich schon zur Herausforderung und bei geringen Abweichungen Grenzflugzustände nur schwer oder eben gar nicht mehr beherrschbar.
Und wenn man davon ausgeht, dasss die Leermasse bei der Wägung vom 11.06.2011 mit 319,8 kg korrekt angegeben und der Schwerpunkt im zulässigen Bereich war, bleibt die Frage, mit welchem Moment die zusätzlichen 6,1 kg ihre Wirkung auf die Schwerpunktlage entfaltet haben mögen.
BlueSky9 schrieb:
Ich würde sagen: "Blei, made in Germany"
Das ist ja völliger Quatsch! Hier steht's doch schließlich!
Michael
*) "Im Flugbuch des Piloten wurden Vermerke über durchgeführte Notfallübungen nach dem Start im Alleinflug vorgefunden. Zeugen gaben an, dass der Pilot mit Hinweis auf das Flughandbuch, Kapitel Notverfahren mehrfach Startabbruchübungen in ca. 100 m Höhe durchgeführt hatte." (Zitat aus dem Zwischenbericht BFU 3X128-13 Dez. 2013)
FlyingDentist schrieb:Ich halte 100m im Ernstfall fuer absolut zu wenig (erst recht voll beladen), sowas zu trainieren ist daher Kaese und fuert nur dazu, dass man es spaeter auch probiert, obwohl effektiv zu tief. Mein persoenliches Limit betraegt 1000ft, unter dieser Hoehe kehre ich nicht um.ranger22 schrieb:
Aber doch um Gotteswillen nicht in 80m Höhe mit PassagierEinen Passagier dem Risiko einer Umkehrkurve auszusetzen, ist sicher fragwürdig. Nichtsdestotrotz sollte es mit einem "richtigen" Ul und ausreichendem Trainingsstand des Piloten* auch bei 80m Höhe, und diese Angabe beruht im konkreten Fall schließlich nur auf Schätzungen von mehr oder weniger sachkundigen Zeugen, funktionieren.
centurianer schrieb:
Es ist ja kaum zu glauben, wie unverschämt auf der Seite gelogen wird.
Das man den Gewichtsangaben nicht glauben darf, ist uns ja allen klar. Aber da steht doch wirklich:
"Wir sind stolz, dass bisher noch jede Werknummer im Einsatz ist."
Ist das nicht der Gipfel der Pietätlosigkeit.
Und wenn die Schwerpunktlage wirklich so kritisch ist wie Micael schreibt, dann frage ich mich, wie sich ein Pilot da reinsetzen oder jemand so was kaufen kann.
Ich habe meine Entscheidung für einen Flieger, der für eine Umkehrkurfe (voll beladen) max 250 ft braucht und bei dem der Schwerpunkt unabhängig von der Beladung immer im sicheren Bereich liegt, noch keinen Tag bereut.
Postbote schrieb:Ergaenze die Frage noch um die Parameter Schrecksekunde und Stressfaktor, weil es jetzt ploetzlich um die Wurst geht.
Bist Du Dir sicher, daß Du nur 76 Meter Höhe für eine Umkehrkurve benötigst?
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