Bin überrascht, welche Reaktionen mein allererster und
bisher einziger Beitrag - nach 4 Wochen Silentium zur 560-kg-Neuigkeit bei den
Tragschraubern nun binnen 12 Stunden mehr als ein Dutzend Stimmen- auslöste.
Das zeigt wohl, dass das Thema MTOW die UL-Gemeinde tatsächlich elektrisiert
und längst noch nicht erledigt ist. Schließlich rangieren Dreiachser und Gyros
in vielerlei Hinsicht in der gleichen Kategorie …
Hier ein Beispiel aus meinem Erfahrungshorizont: Absturz bei
Biberach/Sinningen Sept. 2011. UL war überladen, wie die BFU feststellte, weshalb sich meines
Wissens Beteiligte, Hinterbliebene, Versicherungen noch immer noch vor den
Gerichten um immense Schadenssummen streiten. Ich kannte sowohl die beiden
Insassen als auch die Absturzmaschine, eine RANS S6. Siehe hierzu BFU-Bericht
BFU3x142-11 oder auch http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu_ulm/Pilotenfehler-als-Ursache;art4333,1115247
oder
http://absturzblog.de/category/ultraleichtflugzeug/page/3/
Bei anderen Flugunfällen wird meist nur nicht nachgewogen
oder ist, wie im Fall des UL-Absturzes in
Dingolfing vor einem Jahr, bei dem zwei – mir zufälligerweise gleichfalls
bekannte - Personen getötet wurden, wegen Brandzerstörungen nicht mehr möglich.
Vgl. http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.dingolfing-ultraleichtflugzeug-abgestuerzt-zwei-tote.a48fec47-bed6-49ab-b9f7-bd97e4903e38.html
In diversen Beiträgen
wurde das Problem schon thematisiert, zum Beispiel
http://absturzblog.de/2010/04/28/betriebsgrenzen-bei-ultraleichtflugzeugen/
oder
und auch im UL-Forum, z.B. war unter dem Stichwort „Gewichtsprobleme
bei UL“ oder „Kaskoversicherung“ nachzulesen ist. Es gibt aber auch schon Urteile,
wo die Versicherung wegen Gewichtsüberschreitung leistungsfrei gestellt wurde,
fand ich nur auf die Schnelle nicht heraus.
Interessiert hätte mich auf jeden Fall auch, was
DULV-Präsident Jo Konrad auf die hier gepostete Anfrage vom 3. Februar 2013 antwortete
bzw. in seinem Leitartikel in der vereinseigenen Hauspostille (Nr. 1/2013) mit
seinen „sauren Drops“ für die Dreiachser konkret meinte, für die es ja nun die
LSA gebe … ( Also in absehbarer Zeit doch vielleicht eine Erhöhung des
Abfluggewichts wie bei den Gyros oder bei den Light Sport Aircrafts der Amis? )
D-MULI
Ok, ok, Herr Oberlehrer Stephan!
Danke für die sicherlich zum Teil berechtigte Belehrung. Allerdings: Totschlagargumente dieser Art, wie es die Psychologen nennen, ersticken mitunter jegliche aufkommende Diskussion schon im Keim. Aber vielleicht ist das ja hier von einigen gewünscht. Sicherlich nicht von allen, wie die anschwellende Anzahl der Beiträge nach über vier Wochen absoluter Funkstille zu dem Thema vermuten lässt.
However: Hab` tatsächlich noch nicht alles in diesem tread gelesen und wohl auch noch nicht alle Merkwürdigkeiten zur hier diskutierten Genehmigungspraxis kapiert. Ich danke dennoch für den Hinweis, der genügend Anlass für mich ist, mich noch näher in alle Verästelungen dieses interessanten, für mich neuen Forums einzulesen, anstatt ohne Kenntnis der Hintergründe nur unnötig Staub aufzuwirbeln, wie geschehen. Sorry - auch weil mein Französisch und demgemäß eure frankophile Einstellung zu der Problematik mir (noch) nicht so ganz geläufig ist.
Fühle mich allerdings spießermäßig nach wie vor unwohl, wenn ich mit einem Passagier und vollem Tank losfliege mit meinem ultraleichten Luftfahrzeug, weil ich weiß, dass ich trotz meiner Vollkasko-Versicherung und bester Vorbereitung im Falle eines Crash`, wie vermutete 80 Prozent doppelsitzig fliegender UL-Dreiachser, schlechte Karten bezüglich der erhofften Absicherung habe. Das wollte ich doch hier noch einmal deutlich gesagt habeD-MULI schrieb:Hallo D-MULI,Interessiert hätte mich auf jeden Fall auch, was
DULV-Präsident Jo Konrad auf die hier gepostete Anfrage vom 3. Februar 2013 antwortete (...)
D-MULI
dem kann ich nur zustimmen! Ein Doppelsitziges Fliegen für weitere Strecken ist mit den meisten 3 Achsern und den durchnittlichen Gewichten von Piloten und Co, in Deutschland nur ausserhalb des gesetztlichen Rahmens machbar.
Nur würde mich doch jetzt mal Interessieren wo eigentlich noch der große Vorteil des UL Fliegens in Deutschland sein soll, Medical ist Identisch zum PPLA, Stundennachweis ist Identisch, Avionik wird mittlerweile auch alle 2 Jahre geprüft, Jahresnachprüfung wie beim Echo, Auch die Preise sind mittlerweile schn fast vergleichbar, Charter Katana oder UL Tiefdecker!
Auch in der Theorieprüfung haben sich die Anzahl der Fragen dem PPLA schon stark angenähert!
Warum eigentlich noch den SPL machen, Doppelsitzig ausserhalb des Gesetzes fliegen und keine Erweiterungsmöglichkeiten beim Flugschein haben. Dann lieber doch gleich den PPLA bzw LAPL machen, ein bisschen mehr lernen, vieleicht 15% mehr Kosten, aber danach viel mehr Möglichkeiten.
Auch Interessieren mich die Franzosen nicht, für mich ist stellt die UL-Szene derzeit in Deutschland eine nicht mehr akzeptable Grauzone dar, die dringenst klar geregelt werden sollte. Ich will den sehen der jetzt nicht verändern will wenn er erst mal den ersten Bussgeldbescheid erhält und sein Co mit dem Zug heimfährt. Dabei kann er dann noch froh sein das nichts passiert ist, den wenn erst mal alle bei Ihm in Regress gehen, schreit er als erster und will endlich eine klare Reglung haben.
Was kann uns den schon unter dem regelwütigen Hut der EASA noch aufgebürdet werden, wir sind doch eh schon ganz nah an der Echo Klasse, mit unseren Regeln Nachprüfungen Wägungen und Medical.
Gebt in Deutschland jedem Türmer einen Waage, dann ist das Problem in einem Jahr erledigt, und wiegt die alten Cessnas auch gleich mit, das gibt neuen Wind in der Szene.
Peter
Hi Sukram,
das sehe ich nicht ganz so,
zb. die C42 ab Werk max. Zuladung von 199,5 bis 185 kg - 65 l Sprit 47 Kg bleiben 152,5 kg bzw. 138 Kg das ergibt pro Person 76,25kg bzw 69kg.
Leider wiegen wir aber, bis wir in dem Alter sind um uns einen Flieger leisten zu können meist 80kg bzw noch ein paar Kg mehr. Und schon ist es rum mit der gesetzlichen Fliegerei, ganz abgesehen von einem bisschen Gepäck für die Zahnbürste Handuch etc.
Klar die ULs der ersten Stunde, Rohr Tuch, konnten und können ohne Probleme mit 2 Mann und 15l Sprit um den Kirchturm fliegen, aber was heutzutage als UL verkauft wird, hat damit nichts mehr zu tun. Mach also dem SPL Anwärter deutlich klar was er fliegen darf, und lass die neuen schnellen schönen Modelle weg, dann kommt er selbst dahinter.
Ich gebe Dir recht das die Käuferschcht selbst schuld ist an dem Trend, aber wie ist es dazu gekommen? Wurde nicht die UL Szene hoch gepuscht indem versucht wurde die Echo Flieger zu gewinnen und die Modelle Konkurenz fähig zu der Echo Klasse zu fertigen, ganz zu schweigen von den super Wägungen die ja auch irgendwie enstanden.
Wie also wie jetzt weitermachen, die heutigen ULs zur LSA Klasse machen und die alten Modelle wieder ausgraben?
Oder was soll der Spruch von Jo "die Dreichaser bekommen ja die LSA Klasse"!
Die Katana fleigt ebenfalls mit Rotax also genauso verbrauchsarm und leise, mit dem Lapl kann man auch ins Ausland fliegen.
Ich gebe Dir recht die UL Klasse ist nicht schuld an dem Zustand, nur das was mittlerweile aus ihr geworden ist, und ich finde halt nur das der derzeitige Zustand so nicht weitergehen kann. Mittlerweile werden du UL Unfalle ebenso von dre BFU untersucht wie die Echo Klasse, in vielen Doppelsitzigen Berichten ist Überladung zu lesen, wie lange wird dieser grau Zustand dann noch geduldet?
Auch finde ich sollte jeder der jetzt einen SPL beginnt, und die Bilder von Pioneer Brezzer CT ect im Kopf hat, mal ganz klar aufgeklärt werden, ober er dann den SPL weitermacht, Comco baut ja seine Flieger auch nicht zum verschenken.
Auch schreit man auf der einen Seite nach Transponder, Flarm, gps und 8,33khz Funke, und rechnet dann aber mit jedem gramm über dem Prospektgewicht. Wo fängt denn Sicherheit an und wo sollte man sparen, bzw. um den Kirchturm brauche ich kein Flarm keinen Trensponder und es tut auch die gute alte Handgurke.
Peter
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