Absturz in Oerlinghausen

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  • @DAL4 auf Deine Frage : viele 100 Std und viele Strecken.


    DAL4 und liebe Besserwisser sowie Kirchtumflieger im Thread wieviele Std. habt Ihr?


    Immer mit perfekter Flugplaungsvorbereitung unterwegs ?  ;)


    Grasplätze erkennt Ihr ja locker aus 5000 Ft ohne NAVi.


    Die Platzrunden an fremden Plätzen fliegt Ihr exakt nur mit AIP Karte.


    Aus 7000 ft über der Dunstschicht, Kurs an Hand der Landschaftmerkmale.


    Und bei Dunst und Sonne im Westen auf abendlichem Heimatkurs seit Ihr sofort Sicherheitsgelandet.


    Ja, ja erzählt das den Flugschülern.


    Wer mal etwas mehr Streckenerfahrung hat weiss ein gutes Navi zu schätzen.


    Übrigens vor dem Flug schaue ich selbstverstänlich mit dem IPHONE ins PC Met.


    AIRNAV PRo läuft als Back up auf dem Handy gleich mit.


    Ich fordere ja niemand zu ILS Landungen auf sondern dachte mir, wir könnten etwas aus der Praxis plaudern.


    Nur falls es mal eng wird....


    Aber das kann ja Euch mit Papier, Bleistift und Drehmeier nicht passieren.


     

  • Noch mal zum reingehackten Flugplatz: Stimmt schon dass du gleich die Flugzeit und voraussichtliche Landezeit angezeigt bekommst. Die stimmt aber eben nur wenn die Windabdrift mit eingerechnet wird. Da hats ja wohl gemangelt.
  • Ein brauchbares modernes GPS tut das selbstverständlich. Wurde hier aber schon mehrfach erwähnt.
  • Noch was: Was soll denn der Mumpitz bei Dunst in 7000 ft über dem Dunst zu fliegen? Ist das ein Flug nach Sicht? Da kannst du noch soviele Backup Geräte einschalten die wissen wo du bist. Du als Pilot weisst es eben nicht. Will die Geräte ja nicht verbieten sondern nur drauf hinweisen das dort Risiken liegen. Es wird nicht mehr lange dauern bis die ersten Autofahrer ohne Navi nicht mehr ihren Arbeitsplatz finden. Naja , sie nehmen dann eben das Backup Gerät...
  • DeltaMike schrieb:

    [...] viele 100 Std und viele Strecken. [...]


    ... die hab ich leider nicht. Hätte ich aber gern. Damit es so kommt, erinnere ich mich jetzt nochmal daran - und ermahne mich -, dass genau im Bereich der "vielen 100 Std" die Killing Zone liegt. Muss ich deutlicher werden? Also: Bleibt bitte alle gesund und heile.

    Viele Grüße
    ColaBear
  • Letztenendes wars eine Fehlentscheidung bis zur Dunkelheit weiter zu fliegen. Ob und wie die Flugvorbereitung gemacht wurde ist völlig zweitrangig und hier nicht von belang. Vielleicht ist ihm ja auch die unterschiedlichen Angaben zum SS (GMT/Ortszeit) zum Verhängnis geworden... oderoderoder.
    Festzuhalten bleibt: Den beiden ist nichts schlimmes außer ein paar Kratzer passiert. Flieger ist hin und wird noch lange daran erinnern, dass dieser Fehler verdammt überflüssig war. Für "UNS" bleibt die Mahnung, wie sowas enden kann. Punkt.
  • Wer von einem Glaubenskrieg zwischen klassischer Flugvorbereitung und GPS spricht, scheint, ich bin jetzt der zweite hier, der das öffentlich in Frage stellt, wenig Verständnis von der Fliegerei zu haben.

    Flugvorbereitung ist eine pflichtgemäße und sehr sinnvolle Aufgabe vor dem Antritt eines Fluges, verbunden mit vielen Teilaufgaben. Ein GPS ist dagegen nur eines von vielen existierenden Navigationshilfen. 

    Zur Mindestausrüstung eines für IFR-Flüge zugelassenen Flugzeuges gehören unter dem Teilaspekt Navigation zwei Funkgeräte, ein VOR-Empfänger, ein ADF-Empfänger, ein Transponder, ein DME und, ganz zum Schluß, ein R-NAV, das meistens ein GPS ist. Alles klar, Herr Pilot?

    Weißt Du, wie ein ADF funktioniert und wie man damit umgeht? Das ist keine Navigation für Oldies "die die moderne Technik nicht lieben" (Zitat DieZwei), das ist aktuelle Ausrüstung in Flugzeugen, mit denen du nach Mallorca düst. Und deine belächelte VOR gehört immer noch dazu, weil dies Leute beurteilen und entscheiden, die offensichtlich mehr Kenntnis von der Fliegerei haben, als du.
    Weltweit gibt es tausende von NDB-Anflügen mit dem ADF. Mit dem VOR werden täglich weltweit DME Approaches sicher und erfolgreich praktiziert. Google man durch die Fliegerwelt und such nach GPS-Anflügen, die stecken noch tief in den Kinderschuhen. 

    Mal schreibst du von einem "professionellen" GPS, dann ist nur noch ein "brauchbares modernes". Professionelle, im Sinne eines für die IFR-Fliegerei zugelassenen Gerätes, gibt es. Ein Garmin 496, wie du schreibst, ist aber nur ein Mäusekino, gut als ultraleichter Entertainer. Sonst nix.
    Wer, wie du schreibst, bei "völlig weißer Sicht nach vorne", also bei eindeutig Instrumentenflugbedingungen, sich mit einem Mäusekino auch noch bei "bockigem" Wetter" "völlig cool" an den Platz führen lässt, der wird bald, passend zum Mäusekino, mausetot sein.

    Wer sich so selber den Hals brechen will ohne dabei andere zu schädigen, der soll das tun. Suizid ist nicht strafbar. Wer aber hier wie ein Pastor solche Aktivitäten predigt, dem gehört 150 kt Gegenwind aufs Visier, denn hier lesen (auch zukünftige) Piloten mit, die wollen wieder gesund zu Frau und Kind oder auch nur einfach in die Kneipe.   
  • 3 x Daumen hoch von mir!
  • Hallo DeltaMike,

    DeltaMike schrieb:


    DAL4 und liebe Besserwisser sowie Kirchtumflieger im Thread wieviele Std. habt Ihr?


    Wenige. Zu wenige. Aber ich arbeite dran. Darf ich trotzdem mitreden?

    DeltaMike schrieb:

    Immer mit perfekter Flugplaungsvorbereitung unterwegs ?  ;)




    Beim Streckenflug eigentlich immer. Aber auch bei der kurzen Runde um den Kirchturm ist das schnell vorbereitet.

    DeltaMike schrieb:

    Grasplätze erkennt Ihr ja locker aus 5000 Ft ohne NAVi.
    Schrieb ich ja schon. Ist eine Trainingssache. Und macht am Ende sogar Spaß. Mir zumindest.


    DeltaMike schrieb:

    Die Platzrunden an fremden Plätzen fliegt Ihr exakt nur mit AIP Karte.


    Die Platzrunde ist ein Hilfsmittel. Von irgendwelchen Exotenvielecken abgesehen kann man die sehr gut nach den (immer sehr ähnlichen) Abständen abfliegen. In der Platzrunde schau ich aber eher nicht auf irgendwelche Striche in der Landschaft oder auf einem Bildschirm, sondern mehr in den Luftraum, auf die Piste, den Windsack und so weiter.


    DeltaMike schrieb:

    Aus 7000 ft über der Dunstschicht, Kurs an Hand der Landschaftmerkmale.


    Und bei Dunst und Sonne im Westen auf abendlichem Heimatkurs seit Ihr sofort Sicherheitsgelandet.


    Das ist dann natürlich nur was für Männer. Zum Glück gibt es ja in meinem Cockpit auch noch den Kompaß, das unbekannte Wesen. UNd wenn ich den Kurs weiß, hilft er mir gerne auch über einer Dunstschicht.

    Den Landeanflug auf der 26 gegen den dunstigen Sonnenuntergang hatte ich aber schon. Aber glücklicherweise gibt es ja auch noch die Gegenrichtung. Und da hatte ich dann die Sonne im Rücken. Ganz ohne Sicherheitslandung.




    DeltaMike schrieb:


    Wer mal etwas mehr Streckenerfahrung hat weiss ein gutes Navi zu schätzen.


    Klar doch, ein gutes Navi ist ein nützliches Hilfsmittel. Ich hab auch eins.



    DeltaMike schrieb:

    Ich fordere ja niemand zu ILS Landungen auf sondern dachte mir, wir könnten etwas aus der Praxis plaudern.





    Machen wir doch. Nur meine Praxis sieht etwas anders aus als Deine...

    Tobias
  • ...bei "völlig weißer Sicht nach vorne", also bei eindeutig Instrumentenflugbedingungen...

    Völligweiße Sicht nach vorne bedeutet nicht immer IFR. Die Sicht kann größer als 5km sein. Allerdings läßt sich die Flugsicht dann schwer abschätzen. Der Horizont verschwindet im Dunst, Inversionslage, der Boden ist zu sehen. In 5000 Fuß ist der Horizont 140km(!) entfernt.
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