Probebetrieb "Frequency Monitoring Code"

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  • OkeP schrieb:
    Wo ist dann der Vorteil des Squawk?
    Hier meldet sich der Pilot aktiv hörbereit. Das alleinige Transponder-Einschalten ist obligatorisch*, deswegen ist man noch nicht auf der FIS-Frequenz.  

    *: obligatorisch kann auch mit verpflichtend ersetzt werden. 
  • ronnski schrieb:
    Hier meldet sich der Pilot aktiv hörbereit. Das alleinige Transponder-Einschalten ist obligatorisch*, deswegen ist man noch nicht auf der FIS-Frequenz.  
    Wo ist der Unterschied?

    FIS ruft im Zweifelsfall in beiden Fällen den Flieger über Funk an (wie veraltet ...). Ruft FIS die Kennung an, weil sie Mode-S haben, und der Pilot antwortet nicht, dann hört der nicht rein. Ruft FIS das Flugzeug links wo irgendwo an und der Pilot antwortet nicht, dann hat er vielleicht seine COM Frequenz falsch eingestellt oder fühlt sich aus anderen Gründen nicht angesprochen. Tschulligun, aber ich versuche nur den mindestens einen Fall zu finden, bei dem der Squawk einen echten Mehrwert gegenüber den Mode-S Auswertung bringt?

  • OkeP schrieb:
    Wo ist der Unterschied?
    Damit, dass der Pilot bewusst den entsprechenden Sqawk rastet, geht er auch auf die FIS-Frequenz und ist hörbereit. Oder anders herum, nur weil ich am Platz den Transponder auf 7000 schalte, bin ich noch lange nicht auf der FIS. Wenn man hörbereit ist, meldet man das mit dem passenden Squawk - ergibt für mich Sinn.

    Und zusätzlich hat man so noch die Wahl, den Service zu genießen oder nicht. 

  • OkeP schrieb:
    Wo ist der Unterschied?
    Ich würde es (überspitzt) so unterscheiden

    In einem Fall möchte ich eigentlich in Ruhe gelassen werden und beschränke mich auf Infos wie - "an alle Stationen,..."

    Im Fall des gerasteten Transpondercodes signalisiere ich, dass ich möglichst(!) umfassend und individuell über "alles" informiert werden möchte (typischer Weise "Traffic Information" -> eine feine Sache!)

  • OkeP schrieb:
    Wo ist der Unterschied?
    FIs bekommt auf elegante Weise und ohne Belegung von Frequenzen mitgeteilt, dass ich gerne von ihm Tipps entgegennehme.

    Dann kann sich FIS auch sparen "D-MURX, D-MURX, sind sie auf der Frequenz?"

  • Maik schrieb:

    FIS hat neben den Verkehrswarnungen und der Beantwortung von Fragen noch die Aufgabe "Suchdienst".

    Gute Überlegung:

    FIS weiß aber nicht meine Absicht, ob ich lokal bleibe oder ein Ziel habe?

    Und FIS hat keine Personenzahl an Bord, ob zwei, drei oder vier.

    Das wäre ja bei einem verschwinden wichtig, wieviel Leute man suchen muss?

  • DerKomtur schrieb:

    FIS hat keine Personenzahl an Bord, ob zwei, drei oder vier.

    Das wäre ja bei einem verschwinden wichtig, wieviel Leute man suchen muss?

    Diese Info hat FIS auch jetzt nur zur Verfügung, sofern man mit Flugplan unterwegs ist

    Meldet man sich bei FIS (z.B. für Verkehrsinformationen) meldet man ja auch nur Position/Höhe/Start- u. Landeort/Routing/Wunsch. Ob die Hütte voll oder leer ist erfahren die sonst eigentlich nie 

  • Ok, ich bin halt so erzogen worden, das ich bei FIS, bei der Einleitung,

    und vor der Landung immer aus Reflex  "VFR-1Person" sage ;-)

    Der Heimat Flugplatz fragt auch öfter noch mal nach obs n Schulungsflug ist, weil ich die beiden Schulungsmaschinen chartere.

  • ronnski schrieb:
    Damit, dass der Pilot bewusst den entsprechenden Sqawk rastet, geht er auch auf die FIS-Frequenz und ist hörbereit.
    Seh ich auch so.

    Ich kann in 4000ft mit #VFR7000 rumschippern ohne FIS, oder ich melde mich aktiv an, bekomme bei uns so gut wie immer die 4451 und muss dann auch erreichbar sein.

    Dann sieht er mit einem Blick, wer ihn in seinem Revier hören kann und wer nicht.

    Das Fliegermagazin hat jetzt auch einen Bericht drin

    https://www.fliegermagazin.de/news/fis-langen-testet-frequency-monitoring-code/

    Ich wußte nicht das das in anderen Länder schon angewendet wird, ich dachte das wäre eine völlig neue Idee.

  • Jetzt wollte ich gerade anfangen, den Probebetrieb gut zu finden, hab mir die zugehörige AIP nochmal angeschaut und sehe jetzt die Einschränkung, dass das Verfahren "nicht innerhalb der militärischen Zuständigkeitsbereiche (AoR) Nörvenich, Büchel, Spandahlem und Ramstein" zur Anwendung kommt.

    Auf der Karte sind um diese und andere Stützpunkte schwarze Linien eingezeichnet, in der zugehörigen Legende steht als Erklärung für diese schwarzen Linien "Mil-ZB", was ja nachvollziehbarerweise soviel wie "militärischer Zuständigkeitsbereich" bedeuten dürfte.

    Frage nicht für einen Freund, sondern für mich: Wie ist diese Karte jetzt zu lesen? Westlich von Nörvenich (zweite CTR von oben) gibt es einen schwarz umrandeten Bereich, der mit einer schwarzen Linie von der CTR Nörvenich abgegrenzt ist und keine Überschneidungen mit dieser CTR aufweist, allerdings liegt in diesem Segment auch offensichtlich keine andere CTR. Mutmaßlich zählt dieser Bereich also zu Nörvenich. Die Angabe in dieser westlichen Kachel lautet 5500/GND. Heisst das also, dass in dieser Kachel das Verfahren nur oberhalb von 5500 ft angewendet wird? 

    Was mich aber wirklich etwas irritiert: wenn ich mit FIS fliege, dann vor allem deshalb, weil ich mir Verkehrsinformationen erhoffe und mir ein Lagebild vom Verkehr machen möchte. Gerade gestern war wieder ziemlich viel in eben jener FIS-Region los, und beinahe jeder Pilot und jede Pilotin hat um Verkehrsinformation gebeten. 

    Jetzt steht aber in der AIP auf der ersten Seite der Hinweis "Wie bisher wird Fluginformationsdienst erst nach Herstellung einer Zweiweg-Sprechfunkverbindung mit der Flugsicherungsstelle erbracht", was ich so deute, dass ich als Pilot erst diese Verbindung aktiv herstellen und die Bitte um Infos aktiv äußern muss (und nicht: FIS wird mich vielleicht von sich aus anfunken, wenn eine Annäherung droht).

    Wenn also ein nicht unbedeutender Teil der Pilotinnen und Piloten jetzt weiterhin eine Sprechfunkverbindung aufnehmen muss, um Verkehrsinfos zu erhalten: Wo ist der Mehwert des Verfahrens? Wieso soll damit eine Entlastung der Frequenz erzielt werden? Zielt dieses Verfahren dann nicht eher auf diejenigen Pilotinnen und Piloten ab, die einen Flugplan aufgegeben haben und sich dank des FMC dann nicht nochmal melden müssen, wenn sie die FIR wechseln? Oder verstehe ich "Fluginformationsdienst" falsch?

    Gruß
    Peter

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