francop schrieb:Ich denke, dass ich da genau richtig liege.
Ne Chris,...da bist du zu platt unterwegs....so einfach kannst du das nicht machen.
Durch die Korrosion kommt es zu einer deutlichen Zunahme des Volumens. Die Schraube sitzt passgenau im Aluprofil, eine derartige Volumenzunahme wirkt verheerend auf das umliegende Material, in jedem Fall nimmt die Spannung enorm zu, dazu dann Vibration/dynamische und statische Last und dann knallt es ziemlich bald. Man schaue analog dazu rostenden Baustahl in Beton, welcher dadurch gesprengt wird, das wirkt nach demselben Prinzip.
francop schrieb:Von aussen nicht zu sehen. Schraube muss gezogen werden. Ob diese in dem vorgeschriebenen Intervall (500 h/3 Jahre) so stark korrodiert? Kann ich nicht abschätzen.
aber letztendlich stellt sich ja die Frage, warum das durch die Wartungsmaßnahmen nicht präventiv erkannt wurde. Oder anders: Gab es eine Chance das vorher erkennen zu können.....sicher schwierig.
Chris
Gurkenschneider schrieb:Oh! Dann habe ich den Text wohl anders verstanden als gemeint war. Der eigentliche Kern bleibt dennoch und mahnt mehr Sorgfalt im Umgang mit Wartungspflichten und ggf. Austauschzyklen an. Eine ähnliche Diskussion war hier neulich bei der RG Auslösung mit dem abgerissenen Woodcomp Propellerblatt, wo sich der (genervte) Hersteller in seiner SB Stellungnahme darauf berief, dass viele seiner Kunden einfach die Wartungsintervalle zu ignorieren scheinen.
Sind exakt die Bilder von der verunfallten Maschine.
Wolfgang
Chris_EDNC schrieb:Richtig gute Selbsteinschätzung....deswegen überlassen wir das auch mal besser den Profi′s
Kann ich nicht abschätzen.
Chris_EDNC schrieb:Nein, ist es nicht.
Man schaue analog dazu rostenden Baustahl in Beton, welcher dadurch gesprengt wird, das wirkt nach demselben Prinzip.
Beton ist spröde, Aluminium ist duktil, selbst bei den härtesten Legierungen.
@francop:
nein, sie haben keine Rettungssysteme. Sind davon freigestellt. Wie sagt ein Freund immer: "brauchen wir nicht, haben ja unseren Rettungsrotor an Bord" :-(
wvk schrieb:
dass viele seiner Kunden einfach die Wartungsintervalle zu ignorieren scheinen.
Davon kann eigentlich jeder Prüfer und Werkstattmensch ein Lied singen.
Die Schraubenqualität würde mich mal interessieren.
Aber wie auch immer: Es gibt Reiniger, die lassen sogar Edelstahl korrodieren. Und Alu erst recht. Hier könnte auch ein säurehaltiges Pflegemittel -welche gern bei Motorrädern (Achtung : nie nie nie auf ner Harley -da viel poliertes Alu- verwenden) verwendet worden sein, dass zu dieser massiven Korrosion beigetragen haben könnte.
Da Alu aber - je nach Legierung und Korrosionsfortschritt - i.d.R. relativ duktil ist, müßte es der „wachsenden“ Schraube eigentlich nachgeben, insofern also kaum zur „Sprengung“ des Alus führen. Schwächen wird der Vorgang diesen Bereich aber so oder so. Gefügeveränderungen durch Dehnung nach Spannung und/oder Microrisse, die dann zügig im weiteren Geschehen zum Versagen des Bauteils geführt haben könnten, wird man nur durch mikroskopische Analysen entdecken, jedenfalls nicht auf diesen Fotos.
Das die Schraube im Zusammenhang mit Korrosion scheinbar schneller korrodiert ist als Alu ist im Hinblick auf die elektrochemische Spannungsreihe aus meiner Sicht jedenfalls auffällig, da Alu noch unedler ist als Eisen oder Stahl.
Insofern noch mal: Was ist das für eine Schraube? Oder vorsichtig anders herum gefragt: Was wird hier im Normalfall verbaut?
Moin,
zur Erinnerung, es ist ein Hohlprofil, das Blatt wird auch durch den Anpressdruck des Rotorhubs gehalten.
Es gab mal Probleme, dass Risse an den Bohrungen im Profil auftauchen, aber die gehören hoffentlich der Vergangenheit an (und traten meines Wissens bei einem anderen Rotorsystem auf).
Die Schrauben selber sind verzinkte Passschrauben mit unterschiedlicher Länge, um der Stärke des Rotorhubs zu folgen.
Irgendwann gammelt halt alles, zumal sich so ein Hohlraum perfekt dafür anbietet.
Und ich bin immer noch gespannt darauf, was die Materialprüfung für eine Erklärung liefert.
Gruß
Arwed
Liebe Conny, interessant, wusste ich nicht.
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