Ich vermute eher einen Troll hinter der Frage. :)
Chris
NRW-Aviator schrieb:Nun, weil sich bei Kurzlandungen die Konditionen und Faktoren deutlicher auswirken und Durchstarten dann die letzte Option ist Dein Flugzeug davor zu bewahren sich in einen unordentlichen Schraubenhaufen zu verwandeln .... smile. Durchstarten gehört also unbedingt dazu. Genauso wie ein sauberer Anflug mit richtiger Höhen- und Geschwindigkeits- und Richtungseinteilung.Ich verstehe die Frage erst gar nicht. Möchte er wissen, wie man kurze Pisten anfliegt? Oder wie Durchstarten geht?
Oder wann man durchstartet? Oder ob man überhaupt nicht fliegen geht?
Wir landen mit unseren UL's oft auf genügend langen Bahnen, das verzeiht viele Fehler weil immer noch Zeit für Korrekturen bleibt. Und das macht träge. Klappt ja immer.
Flieg mal Dankern an, oder Hinterweiler, meinetwegen auch Baltrum (oder auf die Spitze getrieben mal die Altiports in Frankreich) dann merkst Du schnell wie wichtig das ist und wie oft wir da "fünfe grade sein lassen". Ich kenne das von mir selbst: großes Selbstvertrauen weil oft in der Luft. Aber: viele Stunden in der Luft heißt nicht viele Landungen. Und viele Landungen auf langen Asphalt- oder Grasbahnen heißt nicht, dass man Kurzlandungen ebenso easy hinbekommt. Und selbst wenn, ohne laufendes Training verliert sich diese Feinkoordination schneller als man es zugeben möchte.
Deswegen gehört Durchstarten dazu. lies Dir Raller's Beitrag noch mal durch und frage Dich ob Deine Duchstartmannöver auch so gelassen ablaufen. Meine tun es nicht. Ich schieb immer gleich Vollgas rein. Daher werde ich die nächsten Platzrunden seine Methode üben.
Und weil man nichts ohne Spaß machen sollte hier noch der Song dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=vqFTD-Bqwl8
Gerd
Maraio schrieb:ok, verstanden, diese Systemeinstellung war mir nicht bewusst, Entschuldigung.
@Blaufranky: der 1. Post in diesem Unterforum ist IMMER Anonym.... Systemeinstellung.
Trotzdem gibt es hier im Forum immer wieder "seltsame" Threads ... aktuell BZF1 Anbieter, Rotax Ersatzteilanbieter.
"Seltsam" in dem Sinne von: man kann nicht gut einordnen, was der Thread bezwecken soll, die potentielle Möglichkeit von "versteckter Agenda" lässt sich nicht von der Hand weisen.
Um so mehr man sich Mühe gibt, bei der Eingangsfrage den Zweck der Frage zu erklären, um so höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass man eine geeignete Piloten-Antwort erhält.
An den Thread Ersteller: welche Informationen außerdem in Deinem Thread noch fehlen, haben Dir die Foren-Kollegen schon genannt.
Sobald etwas nicht wirklich passt, dann geht es noch einmal rum und ein neuer Anflug folgt. Etwas mit Gewalt geradebiegen ist gefährlich und stressig. Es kommt allerdings auch auf das Flugzeugmuster an. Eine C-22 kann man z. B. aus nahezu jeder Lage noch sicher landen, egal wie verbogen der Anflug auch ist. Bei einer CT sieht das schon anders aus. Ein paar Meter zu hoch ein paar km/h zu schnell und man übersegelt den kompletten Frankfurter Flughafen ;-) . Aus einem anderen Grund sind Durchstartmanöver besonders wichtig. Plötzlich Viecher auf der Piste oder Umstände auf fremden Pisten, die einem nicht vorher bekannt waren, weil z. B. der Flugleiter ein Geheimniskrämer ist und nichts von der großen Pfütze am Grasbahnanfang mitteilt oder die Hammerbodenwelle sich erst in dieser Perspektive abzeichnet oder ein blinder Trottel plötzlich sein line-up macht. Gründe gibt es vielfältige. Durchstarten ist einfacher, als starten und es birgt auch nur dann höhere Risiken, wenn es für einen ein unbekannter nicht regelmäßig geübter Ablauf ist.
Zielpunkt, Aufsetzpunkt, Durchstartpunkt.
Die ersten beiden auf einer langen Piste üben, bis es automatisch sitzt und bis man genau weiss, wieviel Strecke nach dem Aufsetzen das Fluggerät braucht mit dem man unterwegs ist.
Den letzten Punkt je nach Piste festlegen.
Ansonsten gibt es bei dieser konkreten Frage so viele Parameter die eine Rolle spielen können, dass es hier kaum möglich ist eine einfache gute Antwort zu geben.
Viel Übung – siehe z. B. oben: Durchstarten – und gute Vorbereitung vor jeder individuellen Piste ist das A & O.
Einfach mal probieren tun nur Freitodwillige.
924driver schrieb:Das Durchstarten immer einfacher ist als Starten sehe ich nicht so. Bei einem frühen Durchstartmanöver stimme ich Dir zu. Bei einem sehr späten Durchstartmanöver, wenn man bereits wenige cm über der Piste ausflairt, wird es komplizierter als der normale Start, weil man die Landeklappen maximal ausgefahren hat, schlagartig das Gas reinschiebt (Drehmoment!), die Vergaservorwärmung gezogen ist und der Ablauf im Vgl. zum normalen Start doch ungewohnt ist.
Durchstarten ist einfacher, als starten und es birgt auch nur dann höhere Risiken, wenn es für einen ein unbekannter nicht regelmäßig geübter Ablauf ist.
Versteht mich bitte nicht falsch, das ist alles machbar. Selber bin ich auch schon so spät auf Baltrum durchgestartet, daß der "Türmer" nicht sagen konte, ob ich aufgesetzt bin oder nicht. Aber einfacher als ein normaler Start ist es nicht.
die Vergaservorwärmung gezogen istHast Du etwa nicht gelernt im Endanflug die Vorwärmung rauszunehmen?
Quax der Bruchpilot schrieb:Ich habe gelernt mit der Vergaservorwärmung bis zum Aufsetzen zu fliegen, wenn man sie wetterbedingt denn nutzen muß. Beim sehr späten Durchstartmanöver raus aus dem Ausflairen heißt es dann:
Hast Du etwa nicht gelernt im Endanflug die Vorwärmung rauszunehmen?
Und ja, beim sehr späten Durchstarten mit voll gesetzten Klappen auf einer kurzen Piste (300-360m) muß ich mich da schon ein wenig zwingen wirklich die Nase unten zu lassen und Fahrt aufzunehmen. Da kommen mir dann Gedanken: "Nun komm endlich hoch... hoch... hoch..." ... also die Nadel auf dem Fahrtmesser.
Klar ist es ein elementares Manöver, das sicher beherrscht werden muß. Aber ein sehr spätes Durchstartmanöver ist in meinen Augen schwerer als ein normaler Start.
cbk schrieb:Naja, geht ja auch ein Stück um die Frage, was man tun kann um die Arbeitslast im kritischeren Teil der Landung zu diskutieren....Vorwärmung in 50ft ist da sicher ein Teil
Ich habe gelernt mit der Vergaservorwärmung bis zum Aufsetzen zu fliegen, wenn man sie wetterbedingt denn nutzen muß.
blaufranky schrieb:Stimmt wohl, wobei ich bei diesem Thread den Eindruck hatte, dass die Frage von einem Flugschüler gestellt wurde der ein paar Beiträge später was schrieb. Da könnt ich zwar die Neugier nachvollziehen, aber schließlich macht der sich ja keinen Gefallen damit, da wohl der weitere Verlauf mehr verwirrt als der direkte Austausch mit dem Fluglehrer.
Trotzdem gibt es hier im Forum immer wieder "seltsame" Threads ... aktuell BZF1 Anbieter, Rotax Ersatzteilanbieter.
Aktuell sind 28 Besucher online, davon 1 Mitglied und 27 Gäste.