Ist in diesem Jahr nicht irgendwie der Wurm drin mit den ganzen Unfällen ? Es fallen gefühlt deutlich mehr Kleinflugzeuge runter als sonst. Und das bei Echo wie auch bei UL
Nicht immer mit fatalen Folgen, auch einige mit durchaus glimpflichem Ausgang. Trotzdem Unfall ist Unfall.
https://www.infranken.de/lk/kulmbach/rugendorf-poppenholz-pilot-stirbt-bei-flugzeugabsturz-kripo-ermittelt-zur-ursache-art-5074442
https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/22862909_Warum-stuerzte-ein-Sportflugzeug-auf-Borkum-ab.html
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/09/kleinflugzeug-im-havelland-abgestuerzt.html
Das sind nur wenige Beispiele . Wer da mal Googelt wird erschrecken.
Ist das die aktuell depressive Stimmung im Land die sich breit macht?
Gibt es mehr Freizeit das mehr geflogen wird?
Oder ist es zu teuer und es wird zu wenig geflogen?
Oder liegt es am Internet-Medium das jetzt ein Unfall eher sichtbar ist ?
Vielleicht hat jemand eine andere Bedründung oder Verdacht ?
QDM
Servus QDM,
ich denke, dass wir erst nach Ablauf der Saison tatsächlich ein Resumée ziehen können. Allerdings habe ich auch so empfunden, als ob die Unfallzahlen in die Höhe gehen. Allerdings habe ich das bisher auf den mangelnden Trainingsstand wegen der Corona-Beschränkungen bezogen...
Wir werden Anfang 2021 die wahren Gründe sehen...
VG, Tobias
2020 wurde durch diverse Faktoren geprägt. Zum einen der lock-down, der manchen die Möglichkeit regelmäßig zu fliegen genommen hat. Dann öffnete nach und nach alles wieder. Man hatte das Gefühl, als ob "Gefangene wieder freigelassen wurden". Hinzu kommt, dass wir ein Jahr mit richtig gutem Wetter hatten. Durch die neue Situation hatte der eine oder andere mehr Zeit und Gelegenheit zu fliegen. Das alles schlägt sich sicherlich auch in der Statistik nieder.
Ich bin der Meinung, dass wir Flieger uns in einer Nachrichten Blase befinden, in der der Algorithmus uns nur Themen anzeigt die uns Interessieren.
Deshalb kommt uns das soviel vor. Mittlerweile wird ja schon eine harmlose Segelflug Außenlandung ein paar Stunden später im Internet veröffentlicht.
schrieb:So ist es, QDM:
Oder liegt es am Internet-Medium das jetzt ein Unfall eher sichtbar ist ?
Willst Du das Zeitgescheh′n erfassen,
Dich besser unterrichten lassen,
dann kauf′ Dir statt ′ner Cesterfield
lieber das 10-Pfennig-Bild ...oder ′nen Internetzugang:
Meuchelmord im Schneegestöber,
Rattengift in Gänseleber,
Straßen alle ganz vereist,
Adenauer abgereist.
Explosion beim Nachttopflöten, Moletow zurückgetreten.
usw.
hob
Gefühlt gebe ich dir recht...viel passiert und irgendwie besonders beim Start bzw Durchstarten...
ABER
Mal grob die einschlägigen Quellen angeschaut und denke statistisch nicht anders als sonst. (Wobei das natürlich schwierig zu bewerten ist mit den Corona bedingten Ausfallzeiten)
Wie die Wahrnehmung zu stande kommt? Kann mir auch gut vorstellen, dass Zielgruppen gerecht Nachrichten bei Google und Co dargestellt werden
Moin,
ja Corona ist der wahre Schuldige, Leute mit Privatflieger waren nicht gegroundet und mir kann keiner erzählen, daß ein Pilot der seit Jahren fliegt mit einigen Stunden auf der Uhr wegen "coronabedingter" mangelnder Übung vom Himmel fällt.
Bei den meisten Unfällen stehen die Gründe überhaupt noch nicht fest aber hier im Forum haben die Flug und Unfallspezialisten den wahren Übeltäter schnell gefunden, Corona ist Schuld.
Postbote schrieb:...das hat exakt einer geschrieben
Corona ist Schuld
Moin, moin,
Unfallzahlen per Gefühl zu wichten macht doch keinen Sinn. Da muss man das Ende des Vergleichszeitraumes abwarten und dann die Zahlen vergleichen. Da alle Flugunfälle Einzelfälle verschiedener Ursache sind, sind auch Hochrechnungen ncht sinnvoll. Und ... es gibt immer Schwankungen in den Zahlen und Änderungen der allgemeinen Umstände wie häufiges, schlechtes Wetter oder weniger Flugbewegungen durch Corona etc.
Mich würden viel mehr die Ursachen interessieren, die zu den Unfällen geführt haben und wenn möglich die erkennbaren Hintergründe. Dann könnten wir unseren Sport auch sicherer machen. Aber genau hier stelle ich ein ziemliches Defizit fest.
Und .... ich würde gerne genauere Zahlen zu der Häufigkeit von Flugunfällen bei zertifizierten Flugzeugen gegenüber Luftsportgeräten haben. Da wird viel gerätselt aber wenig konkret hingeschaut. Allgemein scheint es so zu sein dass Ultraleichtpiloten oft mehr Flugzeit ansammeln (mit großen Unterschieden) aber häufiger verunfallen. Liegt das an der schlechteren Ausbildung? Liegt das an der Nichtzertifizierung der Technik? Liegt das an den höheren Flugzeiten?
Mir ist vor kurzem eine Auswertung aus den USA aufgefallen, dort wurden genau diese Zahlen zwischen Echo und UL verglichen. Demnach sind Flugstunden in den UL′s (oder LSA) mit deutlich höheren Unfallzahlen verbunden. (Die Quelle habe ich nicht gespeichert, sonst würde ich sie hier nennen).
Ob das hierzulande auch so ist?
Mir wäre mehr Sicherheit durch genaues Hinsehen und Lernen wichtig. Nicht aus Zwang, oder behördlichen Auflagen, sondern aus Good Airmanship und Verantwortung. Das hieße: mehr Sicherheitstraining in den Vereinen, mehr Angebote an den Plätzen wie gemeinsames Wettertraining, Flugvorbereitung, korrektes Funken und Flugunfallbesprechungen etc.
Gerd
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