Steffen_E schrieb:Nein. Wo steht das?
Du willst also, dass jemand, der denn schon in IMC gelandet ist, warum auch immer, sagen er soll das nicht benutzen?
Steffen_E schrieb:Habe ich auch nicht geschrieben, ist wohl eher die Interpretation deiner eigenen Gedanken....
Sorry, aber mir fehlt das Verständnis dafür, dass die Frage über die grundsätzliche Funktionsfähigkeit gleich interpretiert wird als Absicht in IMC quer durch die Welt zu fliegen.
Sei es drum, ich für meinen Teil werde keinen Fliegerkameraden in der Absicht bestärken, sich in marginale Situationen zu begeben, nur weil er meint, sein Telefon wird ihm den Hintern retten. Ganz einfach.
Chris_EDNC schrieb:Ganz meine Meinung.Steffen_E schrieb:Klar kann er ein iPhone oder wegen mir auch irgendein zertifiziertes Gamin "nutzen". Aber es wird ihn sehr wahrscheinlich nicht retten.
Du willst also, dass jemand, der denn schon in IMC gelandet ist, warum auch immer, sagen er soll das nicht benutzen?Ich habe meine Erfahrung oben geschildert. In den Mist reinzufliegen war der initiale Fehler und meine Fehlentscheidung, den man einfach nicht tun darf. Das ganze Horizontgeraffel hat mir nicht geholfen, nur mit Glück kam ich da wieder raus. Niemand findet sich plötzlich in IMC wieder, ist mir in 20 Fliegerjahren zumindest noch nie passiert. Dem voraus geht immer eine oder mehrere Fehlentscheidungen. Die nicht zu treffen, daran muss man arbeiten, das ist die einzige Chance.
Nochmal: Ohne entsprechende Ausbildung, d.h. das fliegerische Fachwissen und das fliegerische Training nutzt dir im Ernstfall auch das beste Glascockpit nicht viel.
Thomas
Tarutino schrieb:
Nochmal: Ohne entsprechende Ausbildung, d.h. das fliegerische Fachwissen und das fliegerische Training nutzt dir im Ernstfall auch das beste Glascockpit nicht viel.
Danke!
Ich tendiere dazu, das Fachwissen im Moment zu ignorieren. Situatives Training, darum geht′s. Handeln entkoppeln von "es fühlt sich doch richtig an?"Gruß
Wolfgang
Steffen_E schrieb:Ja und? Das sind Hersteller. Welche Aussagekraft steckt denn bitte da dahinter? Welcher Motionsensor dieser Hersteller ist verbaut worden und welche Spezifikation haben diese das sie das können sollen? Wie gross ist die Driftvdieser Sensoren bei welcher Temperatur? Beide Hersteller liefern diese Sensoren nicht in die Luftfahrtindustrie ( im übrigen auch keine anderen... ) , aus gutem Grund denn Sie sind nicht geeignet.MOIN schrieb:Das ist falsch.
Um es klar zu machen KEIN iPhone kann ein künstliches Lagebild in einem Flugzeug abbildenIm iPhone X sind Sensoren von Bosch und davor welche von invensense.
Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen
Stylus 15 schrieb:Gehört aus meiner Sicht aber durchaus zusammen. Erfassen von Parametern (nicht nur den Horizont - Stichwort Crosscheck), den Mors ignorieren (fast der schwierigste Teil des Ganzen), umsetzen der Erkenntnisse in koordinierte Manöver (Umkehrkurve, steigen, sinken, Leistungsänderungen etc.), das Ganze unter Streß und angepasst an die - möglicherweise herausfordernde - meteorologische Situation. All das braucht auch Fachwissen. Alles zusammen ein ganz schönes Päckchen für einen Normalo, erst recht in einem UL.
Ich tendiere dazu, das Fachwissen im Moment zu ignorieren. Situatives Training, darum geht′s. Handeln entkoppeln von "es fühlt sich doch richtig an?"
Und es geht um nicht weniger als das Überleben.
Jeder kann ja, wenn er das möchte, bei einer beliebigen Flugschule, die IFR schult, ein paar Theoriestunden zum Instrumentenflug und einige Flugstunden unter der Haube machen. Cooles Weihnachtsgeschenk übrigens ;o)Danach wird sich erstens das Einschätzungsvermögen verändert haben und zweitens die situative Handlungsfähigkeit in einer entsprechenden Situation auf einem hilfreicheren Niveau befinden. Allerdings wird es dann wohl weniger zum Einflug in solche Situationen kommen, weil man um die Dinge weiß.
Es gibt mutige Piloten und es gibt alte Piloten. Aber selten mutige, alte Piloten. Binsenwahrheit. Aber leider richtig.
Ach ja, mit 25 war ich übrigens auch noch unsterblich.....
Thomas
Tarutino schrieb:Habe ich mal versucht zu machen, keine Flugschule fand sich dazu bereit, mit mir ohne Schülermeldung sowas zu tun.
Jeder kann ja, wenn er das möchte, bei einer beliebigen Flugschule, die IFR schult, ein paar Theoriestunden zum Instrumentenflug und einige Flugstunden unter der Haube machen. Cooles Weihnachtsgeschenk übrigens ;o)
Ich habe "IFR-light"-Erfahrung bei meiner PPL-Ausbildung gemacht, aber das ist sehr viele Jahre her und von der Situation, die ich oben schilderte, weit weiiiiiiit entfernt. Es waren geplante und vorbereitete Flüge, es sass ein Lehrer daneben, es ging um nichts ausser ein bisschen Spass. In der geschilderten Situation im Dreckwetter zwischen den Bergen ging es um mein Leben und das ist einem auch bewusst. Niemand da, der zur Not übernimmt. Da half die Erfahrung unter der Haube vor vielen Jahren genau garnichts. Ich schaute nicht eine einzige Sekunde auf mein super-duper Glascockpit, wirklich nicht einen einzigen Moment. Ich klebte draussen und versuchte krampfhaft, eine Referenz zu bekommen. Es geht nicht darum, ob ein Eierphone nun geeignet ist oder nicht. Das ist vollkommen(!) irrelevant.
Chris
Tarutino schrieb:Idealerweise Ja. "Stress kills Knowledge" - der Gute Trainingszustand läuft in dem Teil des Hirns ab, der wenig von Panik und Stress beeinflusst wird - er wurde genau dafür geschaffen. Deshalb: Training steht ganz oben, wenn ich dann noch weiß, warum ich was trainiert habe ist es gut, aber schon nicht mehr essentiell.
Gehört aus meiner Sicht aber durchaus zusammen. Erfassen von Parametern (nicht nur den Horizont - Stichwort Crosscheck), den Mors ignorieren (fast der schwierigste Teil des Ganzen), umsetzen der Erkenntnisse in koordinierte Manöver (Umkehrkurve, steigen, sinken, Leistungsänderungen etc.), das Ganze unter Streß und angepasst an die - möglicherweise herausfordernde - meteorologische Situation. All das braucht auch Fachwissen. Alles zusammen ein ganz schönes Päckchen für einen Normalo, erst recht in einem UL.
Wurde schon versucht, manche können darüber nicht mehr berichten. Hat dann die BFU gemacht.
Rüdiger
Wenn Du Drinn bist, nützt dir dein Wissen aus meiner Sicht herzlich wenig. Wissen wäre nützlich gewesen, das zu vermeiden, aber nun biste drinn, Wissen war umsonst. Was du nun brauchst, ist training und wenn du das nicht hast, nützt Wissen nichts, weil deine Bio Sensoren dich fortwährend foppen.
Gruß
Wolfgang
Noch ein keiner Nachtrag zu meinen Anmerkungen. Ich habe mal exemplarisch ein iPhone 6S, ein iPhone 7, ein iPhone11 und ein iPhone Xs hier abgelichtet. Bei allen Geräten wurde der Kompass kalibriert vor dem Bild und diese dann in unserem Haus genau nach Süden ausgerichtet.
Unser Haus ist exakt Nord Süd ausgerichtet... exakt 0°Nord 180° Süd........ also eine fette Abweichung je nach Modell zwischen 2° - 10°........
Viel Spass bei der Nutzung des Lagesensors im Flieger und der "vermuteten" Präzision......
Nur hat de rLagesensor nicht viel mit dem Kompass zu tun ?!
Da kannste auch 4 x whattsApp nebeneinander legen ...das sagt genauso wenig aus :)
Wie wärs wenn mal jemand mit ner Kunstflugmaschine 30 Minuten fliegt und 6 Handys nebeneinander dran tackert ...
dann wüssten wir mehr, wo der Horizont danach bei allen ist.
Da waren 8 Grad toll ...alles unter 20 ° Abweichtung nach 5 min könnte einem das Leben retten ;)
Unser Haus ist exakt Nord Süd ausgerichtet
Magnetic oder true? Magnetic würde mich wundern, wer macht denn so was?
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