C42 UL Absturz am 09.10.2015 in Iserlohn - Flieger stürzt bei Prüfungsflug in Feld

Forum - Unfallprävention
  • BlueSky9,

    in diesem Fall wünsche ich dir tatsächlich, dass das mit dem Herzkasper vielleicht doch noch....

    Ein "Kasper" biste ja schon. Wenn du achso schlau daherredest, dann sei wenigstens Konsequent:

    1. Melde dein UL ab und lasse es bei einem weniger Korrupten Verband zu.

    2. Gib deine Lizenz ab, und mache gefälligst eine Lizenz bei einem weniger Korrupten Laden.

    Auf solche Leute wie dich kann jeder Verband verzichten. Du weißt nix, tust nix, redest aber unfassbar schlau daher und nutzt hintenrum alle Vorteile. Ich "liebe" solche Leute. Geh einfach auf die Autobahn Lichter fangen...

    Gehb dich wohl, Pfosten.

  • Schnickes schrieb:
    Ich weiss ja nicht, ob du den Bericht gelesen hast, aber es wird mehrfach drauf hingedeutet, dass vermutlich eine Notlandeübung durchgeführt wurde.
    Ich habe den Bericht mit halboffenen Augen gelesen und die Notlandeübung tatsächlich nicht wahrgenommen.

    VG

    Thomas

  • BlueSky9 schrieb:
    Und nebenbei, sollte der hier leider verunglückte FI
    doch in dem von Dir geschilderten Maße "Kämpfer für Ordnung
    und Sicherheit" gewesen sein, dann hätte er mit ganz weit
    uber 100kg Eigengewicht verdammt noch mal auch kein
    verantwortlicher Prüfer auf einem >300kg** Luftsportgerät
    sein dürfen.
    Moooment, da widerspreche ich: in dem Bericht steht, das bei der Leichenschau das Gewicht gemessen wurde! Wenn er nun Monate in der Klinik gelegen hat, muss er nicht auch beim Absturz dieses Gewicht gehabt haben.
  • Mir ist der Bericht auch gleich aufgefallen das er von den üblichen deutlich abweicht.( Kannte die  Zusammenhänge davor nicht) 

    Sehr oft wurde nur sehr wenig vom BfU zur Ursache ausgesagt. Jetzt auf einmal dieses riesen Pamphlet.

    Ich hatte sofort den Eindruck das da eine Stimmung in eine bestimmte Richtung erzeugt werden soll .   

    Wäre da etwas dran könnte der Bfu ja eingehende Tests machen und die angebliche so ungeheuerliche Gewichtsproblematik genau analysieren. Z B hat man das beim  Wirbelschleppenunfall mit der Antonov gemacht. 

    Ich oder jeder andere erfahrene ULer könnte sich in eine C 42 mit 600 KG MTOW setzen und mal ein paar Flugmanöver vorfliegen.  Da fällt selbst der BlueSky9 nicht runter. 

    Aber da kommt vom Bfu nix.   

    Es scheint aber der aktuelle Zeitgeist in BRD zu sein das alles totgeregelt wird bis sich nichts mehr rührt. Und Schuld sind immer die Anderen. 

    QDM 

    PS . Dr. Mark Benecke rechnet das Gewicht für jeden Zeitpunkt bis auf das Gramm aus.   

  • BlueSky9 schrieb:
    vielleicht hat ja bei der Wrackwiegung wirklich noch
    jemand eine 20kg Hantel "dazugeworfen" um auf die 320kg
    zu kommen...
    Nein, keine Hantel, sondern die ca. 25l Resttreibstoff sorgten fuer die 20 Kilo mehr. Steht deutlich so im Bericht.


    Chris

  • Als ich den Unfallbericht das erste mal überflog, ist mir eigentlich nichts aufgefallen. Mit den Hintergrundinformationen von Carlson habe ich mir den Bericht nochmals gründlich durchgelesen. Dabei fiel mir dann doch auf, dass der Bericht Formulierungen enthält, die in einem sachlichen und neutralen Bericht nichts verloren haben und die ich aus anderen BFU Berichten nicht kenne. Insbesondere im Abschnitt "Beurteilung-Allgemeines" geht es dem Autor offensichtlich vor allem darum, den Prüfer als besonders verantwortungslosen Zeitgenossen erscheinen zu lassen. Formulierungen wie "Die Tätigkeit des Prüfers als Fluglehrer in der Ausbildung von UL-Piloten hatte in den letzten Jahren einen eher geringen Umfang" und "Bei  seinen  Flügen  mit  dem  Landesausbildungsleiter  zum  Erhalt  und  zur  Verlängerung seiner UL-Berechtigungen wurde nach Auffassung der BFU das maximal zulässige Abfluggewicht wissentlich überschritten" haben in einem Unfallbericht nichts zu suchen. Letzteres müsste ansonsten in JEDEM UL-Unfallbericht stehen, weil JEDES UL mit zwei erwachsenen normalgewichtigen Personen überladen ist. Diese Formulierung steht aber nicht in jedem BFU-Bericht, hier wurde es allerdings besonders herausgehoben. Zudem ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Überladung ursächlich für den Unfall war.

    Ich habe die BFU bislang als neutrale Instanz wahrgenommen. Dieser Bericht in Kombination mit den Infos von Carlson gibt mir allerdings zu denken.

  • EDXJ schrieb:
    Zudem ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Überladung ursächlich für den Unfall war.
    Das ist der wesentliche Punkt.

    Realitätscheck: bei einem um 50 kg überladenen UL erhöht sich die Mindestgeschwindigkeit im Horizontalflug gegenüber MTOW gerade einmal um 3,4 km/h, für eine 2g-Kurve um 4,7 km/h. Das macht den Hund nicht fett. Hierbei ging es wie schon erwähnt um eine falsche Einschätzung der Situation. Trotzdem reitet der Bericht ständig auf der Überladung rum, so dass beim unaufmerksamen Lesen der Eindruck entsteht, dass das der eigentliche Grund wäre und schon geht das Theater wieder los.

    Bei Start- und Landestrecken kann man zweifellos von einem signifikanten Einfluss der Überladung sprechen, aber nicht beim Kurvenflug. Hier lief was ganz anderes schief.

  • EDXJ schrieb:
    Bei  seinen  Flügen  mit  dem  Landesausbildungsleiter  zum  Erhalt  und  zur  Verlängerung seiner UL-Berechtigungen wurde nach Auffassung der BFU das maximal zulässige Abfluggewicht wissentlich überschritten"
    Genau das ist der Passus, der bereits gestrichen werden mußte und zwar aus nun folgendem Grund. Wie Perfide der Knoll ist, will ich erklären:

    Die Flüge des Verunglückten mit dem Ausbildungsleiter haben auf einem UL stattgefunden, welches als Gebrauchtflugzeug  privat vom angesprochenem Ausbildungsleiter selber gekauft wurde und zwar mit einem frischen Wägebericht. Dieser aktuelle Wägebericht war Kaufverraussetzung, man wußte ja um den Schindluder damit aus den vergangenen Jahren. Mit dieser Gewichtsangabe sind die Flüge in völlig legalem 472,5kg Bereich durchgeführt worden!

    Bei einer später stattgefundenen Reparatur ist das UL erneut gewogen worden. Dabei stellte sich herraus, dass das UL entgegen des Wägeberichtes, tatsächlich über 330kg gewogen hat. Festgestellt hat dies ausgerechnet der Verunfallte FI, der auch Unfallsachverständiger der BfU und Prüfer Klasse 5 war, wie erwähnt. Daraufhin ist der für die falsche Wägung verantwortliche Prüfer vom Besitzer des Flugzeugs beim LSGB angezeigt worden. Die Prüflizenz wurde daraufhin auch entzogen. Das besagte UL wurde unter den nun korrekten Angaben an einer Privatverson verkauft. Dies geschah explizit deshalb, weil der Ausbildungsleiter es als unverantwortlich empfand, in seiner Position ein UL mit so einer Masse zu fliegen. Eben weil er sich als Vorbild hier wahrgenommen sah. Das nächste UL was er sich geakuft hat, war dann eins mit weit über 200kg Zuladung. Auch das unterstreicht seine Verantwortung als Vorbild im Ausbildungsbetrieb.

    Dies alles war dem feinen Herrn Knoll bekannt und schreibt dann so eine verdammte Unterstellung in ein offiziellen Unfallbericht!

    Der rüde Umgang des Herrn Knoll mit allen Beteiligten, seine permanenten Unterstellungen und den Verlust eines so engagierten Freundes, haben am Ende dazu geführt, das der Ausbildungsleiter seine ehrenamtliche Tätigkeit  frustriert an den Nagel gehängt hat. Ja Leute, so siehts aus. Und ich verspreche euch, das ist noch nicht alles, was es zu dem Bericht zu sagen gibt....

    Ihr merkt, ich bin sauer. Sauer darauf, dass eine Institution wie die BfU solche Nieten als Mitarbeiter beschäftigt. Sauer darüber, dass dadurch die Reputation der BfU leidet. Sauer darüber, dass die bisherige sehr gute Zusammenarbeit mit der BfU darunter leidet. Damit ist niemanden geholfen. Das Kind ist im Brunnen und alles andere dürfen nun die Hinterbliebenen ausbaden.

  • cbk schrieb:
    Also könnte man mit Tempo den Absturz an der Stelle vermeiden?
    Ja! Seitenruder hart links geben, Querruder links nachlassen - das beschleunigt die rechte Fläche, dessen Querruder-Profil an dieser Stelle - also auch noch an der aerodynamisch empfindlichen Flügelaußenseite - extrem gewölbt ist, gemeint ist die Profilmittellinie des aerdynamischen Flächen-Querruder-Schwerpunktes. Folge: hohes ca, kritisches Strömungsverhältnis, Abriß und Crash. Der Aberwitz der hier stattfindenden Diskussion ist aber, daß *mehr* Gewicht diese kritische Strömung hätte kompensieren können. Leicht - und damit richtig ultraleicht im wortwörtlichen Sinne - ist nicht immer gut für eine anzustrebende "garantiert" unterkritische Strömung. Das ganze ist nicht nur falsch, wie von Carlson schon richtig erwähnt, sondern auch noch typisch rechthaberisch deutsch-intolerant. Was sind das hier alles für pharisäerhafte genial-fehlerhafte Charaktere? ...daß sie mit ihrer versammelten Präsenz eine Instutition wie die BFU zu einer solchen Aussage provozieren zu vermögen?

    Wenn es am Grünen ist, was soll′s erst am Dürren werden?

    hob

  • QDM schrieb:
    Es scheint aber der aktuelle Zeitgeist in BRD zu sein das alles totgeregelt wird bis sich nichts mehr rührt. Und Schuld sind immer die Anderen. 
    So ist es - das dt. selig machende und also auch unreflektierend angestrebte Grund-Feeling: verantwortungsfrei fremdbestimmt, aber alles haben wollen.

    Nur: Leider wird das ausgenutzt.

    Zitat: Der größte Feind des Volkes ist *seine* Regierung. Yeschajahu Leibowitz , dt. Hirnforscher und Jude - anläßlich Israels Staatsgründung durch  Ben Gurion, kann aber auch für die dt. Dauer-GroKo verwendet werden.

    Noch ein EDIT zu meinem vorherigen Beitrag bzgl. des nach unten ausschlagenden Querruders. Es sind hier gleich 2 kritische Profilzustände gegeben, genau genommen sogar 3:

    1. Erhöhte Mittellinienwölbung der gesamten Profilkontur (absolut gesehen) und

    2. auch noch Wölbungsrücklage, weil das Querruder ja aus dem hinteren Teil des Profils besteht, die Maximalwölbung also zur Endleiste hin verschoben wird.

    3. auch noch die kritschte Position der Tragfläche überhaupt, nämlich nahe des Randbogens, wo sich Ober- und Unterströmung auf "Deubel -komm-raus" zu einem leistungsvermindernden Randwirbel vereinen und insofern Auftriebs-Energie aufzehren - dem sognannten Induzierten Widerstand [cwi], der bei großem Auftrieb - also hohes ca -  im Einzelfall sogar ein Mehrfaches des eigentlichen Profilwiderstandes erreicht. Rechnerisch: ca²/(Lambda, also Streckung *Pi).

    Die Strömung kann dem Verlauf der Profiloberseite (Druckanstieg) nicht mehr folgen, sondern hebt in sich nach vorne-oben eindrehenden Wirbeln ab, bildet stromabwärts einen dicken Keil und zeitigt die bekannten Folgen. Laminarität an dieser Stelle nahe NULL.

    hob

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