überschlag bei außenlandung - heftig - da hatb es den gesamten motorträger abgerissen

Forum - Unfallprävention
  • Der Leichtflieger schrieb:
    Mir hat Bernd Vögeli von BRS mal gesagt, lieber mit geringer Sinkgeschwindigkeit senkrecht aufs Fahrwerk knallen, das dabei noch noch als Puffer dient, als mit über 70 km/h horizontal auf irgendeinen Acker runter gehen.

    Bei einer Außenlandung fliegt man die Maschine idR nicht mit über 70km/h aufs Bugrad. Dass es ein Flugzeug bei einknickendem Bugrad wie hier gleich auf den Rücken schmeißt, ist schon Pech. Vielleicht war der Acker sehr weich oder die Landung ungeschickt angesetzt, wer weiß das schon, aber dieser Fall hier ist sicher nicht typisch für eine Außenlandung.

    Auch ein Rettungssystem löst nicht immer so ideal aus, dass die Maschine sanft übers Fahrwerk einfedert. Je nach Flugzustand können sich die Rettungsleinen schnell irgendwo verfangen und dann geht es undefiniert runter, da kann auch mehr kaputt gehen als in diesem Fall.

  • JaRa schrieb:
    Bei einer Außenlandung fliegt man die Maschine idR nicht mit über 70km/h aufs Bugrad.
    Mein Flieger kann zwar (angeblich) 65 km/h langsam fliegen, aber bei 70 km/h setze ich meist schon auf. Egal wie lange ich ausschweben lasse. Damit ist MEINE geringste Landegeschwindkeit auf DIESEM MUSTER 70 km/h. Wenn ich dann auf einer Wiese lande, kommt das Bugrad sehr schnell runter. Das bremst schon ganz schön. Also bin ich mind. 70 km/h schnell, oder habe ich da was falsch verstanden?

  • Beim Auslösen des Rettungssystems sollte man schon erahnen können, dass man halbwegs in freiem Gelände runter kommt. Kracht man z.B. auf ein Gebäudedach, kann der Schirm runter kommen und man rutscht dann womöglich weiter und dann im freien Fall vom Dach.....    Ist natürlich ein worst case - Szenario, aber nicht utopisch.

    Dies musste ich mal bei einer Militär-Fallschirmspringeraktion (Graz) vor langer Zeit mit ansehen: einer landete auf das schräge Dach eines 3-stöckigen Gebäudes, der Schirm fiel zusammen, der Soldat rutschte runter und fiel dann fast ohne Bremse auf eine Wiese (wenigstens nicht auf Beton). Er wurde sehr schwer verletzt. Wenn ich an unser Rettungssystem denke, werde ich diese Bilder nicht so leicht los.

  • sozusagen schrieb:
    Beim Auslösen des Rettungssystems sollte man schon erahnen können, dass man halbwegs in freiem Gelände runter kommt.
    Genau das Gegenteil ist richtig. Was willst du denn über einer Innenstadt, über bergigem Gelände oder über einem Wald sonst machen? Notlanden? Gerade für diese Fälle sind die Rettungssysteme u.a. gemacht.
  • Ob man ein UL nach der Fallschirmlandung wieder aufbauen kann hängt auch vom Muster ab. Da ist so ein Bastelflieger wie die C 42 im Vorteil , da gibt es mehrere  Beispiele die fliegen wieder. 

    Beim gezeigten Unfall wundert es  mich schon das da der Pilot nicht schwerer verletzt ist . Der Zerstörungzustand ist doch erheblich. 

    Ich schätze die ist nicht ganz gegen den Wind geglückt, da hätte man noch ein  paar Stunden Km/h vorher abbauen.  Optisch sah der Acker ja gar nicht so schlecht aus aber es könnte ja sehr weich gewesen sein. Ich war ja nicht dabei. 

    Dieser Unfall bestätigt aber dennnoch meine Meinung das ich erst ziehen würde wenn ich Struckturversagen oder unlandbares Gelände hätte. 

    Selbst bei einer mittelmäßig geglückten Not- Landung,  hört man nie von Todesfällen oder schwersten Verletzungen. 

    Was ich aber schon längst vorgeschrieben hätte wären Kopfstützen. Die haben sich irgendwie  bewährt. 

    QDM  

  • EDXJ schrieb:
    Was willst du denn über einer Innenstadt, über bergigem Gelände oder über einem Wald sonst machen?
    Wenn der Vogel nicht mehr gesteuert werden kann, dann gibt es nur noch das Rettungssystem, keine Frage.

    Ich meinte nur, falls man noch irgendwohin steuern kann, dann eben möglichst über freies Gelände. Tief über einer Stadt zu fliegen, ist sowieso alles andere, als empfehlenswert (auch über der erlaubten Mindesthöhe).

  • Hier  aktuell auch einer im Rübenacker und sieht noch gut aus. :) 

  • QDM schrieb:
    Was ich aber schon längst vorgeschrieben hätte wären Kopfstützen
    Die und ein Überrollbügel beim Tiefdecker.
  • QDM schrieb:
    Was ich aber schon längst vorgeschrieben hätte wären Kopfstützen. Die haben sich irgendwie  bewährt. 
    Airbags wären vielleicht auch hilfreich.  Mein ich im Übrigen ganz ernst !
    Sollten halt nicht schon bei jeder harten Landung auslösen...  ; -)
  • Ja, und Helmpflicht für alle. Und Rückenprotektoren. Und Schwimmhilfen, falls es eine Wasserlandung wird. Und Notraketen. Und Rettungsinsel. Und Überlebenspaket,. Und Satellitenttelefon...

    Mal im Ernst: Ich weiß nicht ob diejenigen, die sowas wie Kopfstützen und Überrollbügel vorschreiben wollen, in der Klasse der Luftsportgeräte richtig sind.

    Lucky

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