Notlandegelände

Forum - Unfallprävention


  • Bekanntlich ist jeder UL-Pilot verpflichtet so die
    Flugstrecke zu wählen, dass zu jedem Zeitpunkt des Fluges eine sichere
    Notlandung möglich ist. Durch die Auswahl der Acker und ausrechend Flughöhe
    kann diese Anforderung meist erfüllt werden. Anders kann es aussehen, wenn man
    durch die Berge fliegen muss. Bei mir in Jena ist die ganze süd- südwestliche
    Richtung durch Thüringer Wald blockiert. Auf der Strecke Crawinkel-Suhl kann
    man wohl aus mehr als 5500 Fuss ständig entweder den einen, oder den anderen Flugplatz
    im Gleitflug erreichen. Manchmal erlaubt jedoch die Wolkenuntergrenze nicht
    eine ausreichende Flughohe. Deswegen habe ich mich damit beschäftigt ein
    Notlandegelände auf dieser Strecke zu finden. Diese Daten möchte ich auch
    anderen Piloten zugänglich machen. Auch andere Piloten können hier im Thread unverbindliche
    Information über bekannte Notlandegelände geben.

  • Also, Notlandegelende Gehlberg, alle Angaben ohne gewähr! (Schade, dass ich hier keine .pdf Datei anhängen kann). Ich konnte mich heute selbst vergewissern dass die 500 m Strecke frei von Zäune und großen Unebenheiten ist, ich habe sie mit Ski abgefahren.
    .pdf

  • Wer sagt denn das Wald kein Notlandegelände wäre?
    bb
    hei
  • Ich denke mal, die Physik sagt das.

    Da hängt man also an seinem Fallschirm und rauscht in den Wald. Wenn man Pech hat stößt von unten ein Ast durch den Rumpf und reisst einem den Arsch auf.

    Oder man hängt in den Bäumen, derSchirm fällt zusammen und dann rauscht man noch mal 5 oder10 Meter kopfüber runter.

    Alles nicht sehr angenehm.

    Und richtig landen im Wald?

    Würde ich nur im Bonsai-Baumbestand versuchen.
  • @924driver, 

    nicht bei C 42 Flieger,  denn die haben unter dem Pilotensitz ja das Bordbuch mit allen Unterlagen. Durch dieses Sicherheitspaket schlägt kein Ast oder Zaunpfahl . :) 

    Da gibt  es doch  Hochwasserspeicher . Wenn Notwassern  mit  einer Cirrus geht.... 

    Und noch eine Sicherheit haben wir. Der Rotax weiß ja nicht das er gerade über ein unlandbares Gelände fliegt ;)
  • Kontrollierte Landungen im Wald haben eine erstaunlich gute Überlebensquote, auch mit schnelleren und schwererem Gerät (D-E...). 
  • taildragger schrieb:
    (Not)Landungen im Wald haben eine erstaunlich gute Überlebensquote
    Genau, von annähernd 100%, wie man hier lernen durfte ...

    Michael
  • Richtig viel Wald gibt es in unserer Ecke nicht, daher überfliege ich die wenigen Flecken so, dass sie im sicheren Gleitflug locker verlassen werden können, bzw. dass zumindest eine (wenig befahrene) Autobahn zu greifen ist. Das ist zwar auch nicht gerade eine clevere Wahl, zumal die Notlandung sich nicht mehr verbergen läßt.

    Wobei wir schon wieder beim nächsten Punkt sind. Wenn es auf einen brauchbaren Acker heruntergeht, dann sollte das schon jemandem mitgeteilt werden, der notfalls Rettungskräfte, schnell hinschicken kann, bzw. der einen Abholtrupp organisiert, wenn die geglückte Landung per Handy bestätigt wird. Denn dann möchte man keine Publicity. Kommt natürlich immer darauf an, mit wem man da gerade Kontakt hat. Oft sind es ja Leute, die man etwas näher kennt.
  • Das Notlandegelände Gehlberg erscheint auf den ersten Blick ausreichend gut zu sein, um dort mit etwas Glück ohne Schaden zu landen, was ja sonst im Wald eher selten vorkommt. Nach einer Sicherheitslandung könnte man theoretisch in Richtung 36 dort auch starten. Nachteilig ist dass Gehlberg in einem relativ engen Tal iegt, also Landeanflug auf 18 entweder direkt mit der 2. Klappe/Störklappen, oder man muss im Endanflug eine steile linkskurve um den Baum herum mit einer langsamen wendigen Maschine fliegen. Der Anflug in Richtung 36 ist besser, aber nach dem Aufsetzen an der Schwelle geht das Gelände mit etwa 10% steil nach unten, so dass man nach 250 m Bahn wieder aufsetzen muss. Wem die restlichen 250 m ausreichen, der kann auch so landen. Weitere Vorteile: der Ort ist direkt daneben, so dass erste Hilfe sofort erwartet werden kann. Und die Bahn, Unterkunft und Essen gibt es in Gehlberg auch noch ;)

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