Gegen Kollisionen hilft rausschauen nur sehr sehr beschraenkt etwas.Es hilft überhaupt nicht, wenn man airlinerlike bemüht ist, Kurs und Höhe exakt zu halten (man will sich ja beim FIS-Lotsen nicht blamieren) und es der Kontrahent auf Kollisionskurs gleichtut!
Nach meinem Empfinden ist das Entdecken von Traffic in erster Linie Übungssache und Erfahrung, plus eine absolut saubere Windschutzscheibe. Hier ist am Wochenende regelmäßig die Hölle los, wenn die Inselflieger einfallen, bzw. am Sonntag Nachmittag, "alarmstartmässig" die Inseln wieder verlassen.
Starrer Blick aufs Navi und Anmeldung bei FIS scheint wohl das Patentrezept der meisten zu sein?
Richtig kuschelig wird es regelmäßig, wenn die Meyerwerft einen Ihrer Dampfer über die Ems überführt und man findet sich plötzlich in einem Kubikkilometer Luft, mit 5 - 8 anderen wild kurbelnden Maschinen, plus zwei (tieffliegenden) Hubschraubern wieder.
...eine gute Faustregel:Ja "ungerade" Hoehen sind immer zu empfehlen.
Bei Tiefdeckern 100 Füsse niedriger und bei Schulter- oder Hochdeckern einfach 100 Füsse höher fliegen
Flieg mal bei ner Thermik auf 100 ft genau. Das ist Stress pur.
Die Nummer überlasse ich liebend gerne anderen.
Mmh,
ich bin zwar, was das Motorfliegen angeht, Fußgänger. Aber in Afrika handhaben sie dasso, daß sie immer mehrere Meilen nach rechts versetzt von den Luftstraßen fliegen. Das hat zur Folge, daß die Wahrscheinlichkeit, daß einem jemand frontal entgegenkommt sehr gering ist. Wäre das nicht auch eine Lösung für VFR, wenn da alle die sich an den Autobahnen orientieren immer die Bahn auf der Backbord-Seite liegen lassen?
Ansonsten habe ich mit der Tüte (Gleitschirm) bisher zwei near miss Situationen gehabt. Einmal beim Windenstart ist ein Flugzeug unter mir durchgeschossen, als ich noch am Schleppseil hing. Das sah dann ungefähr so aus:
--> https://www.youtube.com/watch?v=xFKsk8mPnPQ
Nur habe ich sofort ausgeklinkt, als ich den habe kommen sehen. Egal ob der Windenfahrer dann ein Problem hat oder nicht. Egal ob der runterfallende Schlepphaken das andere Flugzeug trifft.
Das Blödeste für den Tütenflieger ist dabei (egal ob nun am Seil oder im Freiflug), daß man euch schon ewig lange im Voraus hört aber nicht sieht. Da fliegst dann wie eine angestochene Hummel da oben rum und suchst um dich rum den Himmel ab... "wo ist der dröhnende Motor denn?"
Ok, viele Tütenflieger sind auch etwas beschränkt. Die kaufen ihre Schirme nach den aktuellen Modefarben. Derzeit ist wieder blau/weiß angesagt. Beste Tarnung am Himmel. :-(
Ich weiß schon, warum meine Tüte gelb/orange ist.
Die andere Situation war ein Landeanflug. Wir waren mit 6 Piloten an der Position. Bei Null-Wind setzten aus dieser Position 5 Piloten zu einer Linkslandevolte an. Wir flogen da also aufgereit wie auf der Perlenschnur die Volte und fächerten im Endteil auf, die Wiese war ja breit. Einer (ein Fluglehrer mit Tandem-Passagier) meinte aber aus gleicher Position zu einer Rechtslandevolte ansetzen zu müssen. Ergebnis war, daß wir im Endanflug frontal aufeinander zugeflogen sind. Die Regel, daß da der Erste die Landerichtung bestimmt und sich alle anderen einzureihen haben, war dem Typen wohl unbekannt. Das Gas reinhauen und nach Steuerbord wegsteigen geht da ja nicht.
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