Beinahe Kollision und Rolle FIS

Forum - Unfallprävention
  • .. wobei gerade recht stationäre Ballons in weiter Entfernung tückisch sein können. Die schätzt man als Punkt in der Landschaft wesentlich näher ein als diese tatsächlich sind und muss mehrmals genau hin schauen immer mit dem Griff am Hebel schnell wegdrücken oder Gas geben zu können...
  • Gegen Kollisionen hilft rausschauen nur sehr sehr beschraenkt etwas.
    Es hilft überhaupt nicht, wenn man airlinerlike bemüht ist, Kurs und Höhe exakt zu halten (man will sich ja beim FIS-Lotsen nicht blamieren) und es der Kontrahent auf Kollisionskurs gleichtut!
    Diese infauste Konstellation ist zwar äußerst selten, ich glaube ein "Sechser" ist um vieles mehr wahrscheinlicher, aber wenn sie eintritt, ist sie zu 100% fatal!!

    Michael
  • ...eine gute Faustregel: 

    Bei Tiefdeckern 100 Füsse niedriger und bei Schulter- oder Hochdeckern einfach 100 Füsse höher fliegen (immer vorausgesetzt der QNH ist richtig gesetzt)
  • Nach meinem Empfinden ist das Entdecken von Traffic in erster Linie Übungssache und Erfahrung, plus eine absolut saubere Windschutzscheibe. Hier ist am Wochenende regelmäßig die Hölle los, wenn die Inselflieger einfallen, bzw. am Sonntag Nachmittag, "alarmstartmässig" die Inseln wieder verlassen.

    Starrer Blick aufs Navi und Anmeldung bei FIS scheint wohl das Patentrezept der meisten zu sein?

    Richtig kuschelig wird es regelmäßig, wenn die Meyerwerft einen Ihrer Dampfer über die Ems überführt und man findet sich plötzlich in einem Kubikkilometer Luft, mit 5 - 8 anderen wild kurbelnden Maschinen, plus zwei (tieffliegenden) Hubschraubern wieder.  

  • warum erst warten bis die Kutter unterwegs sind? In der Werft sind diese ebenfalls imposant anzuschauen: 


     
  • ...eine gute Faustregel:

    Bei Tiefdeckern 100 Füsse niedriger und bei Schulter- oder Hochdeckern einfach 100 Füsse höher fliegen
    Ja "ungerade" Hoehen sind immer zu empfehlen.
    Noch mehr aber ein Power-Flarm.


    Chris
  • "Bei Tiefdeckern 100 Füsse niedriger und bei Schulter- oder Hochdeckern einfach 100 Füsse höher fliegen (immer vorausgesetzt der QNH ist richtig gesetzt)"
    Hallo TeeJay

    Ich hatte diese Faustregel auch immer für eine gute Idee gehalten, bin aber durch einen einfachen check in unserer Halle ins Grübeln gekommen:


    Ich habe die Höhenmesser aller 20 Flugzeuge in der Halle ( 2x Echo, 18 x Mike) auf die Platzhöhe eingestellt und in den Fenstern die hpa′s abgelesen. Die Spanne von Max bis Min war 5 hpa, d.h. mehr als 100 ft. Das Gros lag allerdings nur 3 hpa′s auseinander. 

    Ziemlich ernüchternd.


    Günter
  • @Günther: Ernüchternd ist dieses da stimme ich Dir zu. Ich möchte 4 Dinge ins Feld bringen, ohne Deine Beobachtung jetzt in Frage zu stellen, denn dieses habe ich auch (bei weniger Maschinen) beobachten können. 


    1. Die Messungenauigkeit scheint mir am Boden, womöglich noch im Hangar mit Flagge am Pitot oder mit verdeckten Static Ports am grössten zu sein. 

    2. Selbst bei grösseren Kisten wird von mehreren Staurohren der Wert immer gemittelt. Will heissen, wenn Du 20 Flieger "gemessen" hast wird die realistische Messabweichung aller Wahrscheinlichkeit bei 1,5 hPa bis 2,5 hPA liegen wenn Du von +/- 5 hPa Abweichung sprichst mit einem Groß bei irgendwo +/- 3 hPa.

    3. Selbst das Eindrehen auf der Nebenskala ist bei manchen Höhenmessern tricky wenn dieser nicht direkt in Deinem Sichtfeld verbaut liegt. Blickst Du leicht schräg, meistens sogar von leicht oben drauf bedeutet das de facto schon eine Ungenauigkeit bereits beim Eindrehen.

    4. Auf vielen älteren und kleineren teilweise nur einarmigen Höhenmessern sind bereits die 100 Fuß schon nur Pi Daumen ablesbar.

    Wir reden hier immer nur von Wahrscheinlichkeiten und nagel mich bitte nicht mit exakt den 100 Fuß. Ich hätte das jetzt auch "etwas tiefer" und "etwas höher" formulieren können. Auf den Fuß genau so wie es die vielen digitalen EFIS Instrumente suggerieren kann man nunmal eine Höhe nie zu 100% richtig messen.


    Grüße!

  • Flieg mal bei ner Thermik auf 100 ft genau. Das ist Stress pur.

    Die Nummer überlasse ich liebend gerne anderen.

  • Achtung: Zwischen diesen beiden Beiträgen liegen mehr als 4 Monate.
  • Mmh,
    ich bin zwar, was das Motorfliegen angeht, Fußgänger. Aber in Afrika handhaben sie dasso, daß sie immer mehrere Meilen nach rechts versetzt von den Luftstraßen fliegen. Das hat zur Folge, daß die Wahrscheinlichkeit, daß einem jemand frontal entgegenkommt sehr gering ist. Wäre das nicht auch eine Lösung für VFR, wenn da alle die sich an den Autobahnen orientieren immer die Bahn auf der Backbord-Seite liegen lassen?

    Ansonsten habe ich mit der Tüte (Gleitschirm) bisher zwei near miss Situationen gehabt. Einmal beim Windenstart ist ein Flugzeug unter mir durchgeschossen, als ich noch am Schleppseil hing. Das sah dann ungefähr so aus:

    --> https://www.youtube.com/watch?v=xFKsk8mPnPQ

    Nur habe ich sofort ausgeklinkt, als ich den habe kommen sehen. Egal ob der Windenfahrer dann ein Problem hat oder nicht. Egal ob der runterfallende Schlepphaken das andere Flugzeug trifft.

    Das Blödeste für den Tütenflieger ist dabei (egal ob nun am Seil oder im Freiflug), daß man euch schon ewig lange im Voraus hört aber nicht sieht. Da fliegst dann wie eine angestochene Hummel da oben rum und suchst um dich rum den Himmel ab... "wo ist der dröhnende Motor denn?"
    Ok, viele Tütenflieger sind auch etwas beschränkt. Die kaufen ihre Schirme nach den aktuellen Modefarben. Derzeit ist wieder blau/weiß angesagt. Beste Tarnung am Himmel. :-(
    Ich weiß schon, warum meine Tüte gelb/orange ist.

    Die andere Situation war ein Landeanflug. Wir waren mit 6 Piloten an der Position. Bei Null-Wind setzten aus dieser Position 5 Piloten zu einer Linkslandevolte an. Wir flogen da also aufgereit wie auf der Perlenschnur die Volte und fächerten im Endteil auf, die Wiese war ja breit. Einer (ein Fluglehrer mit Tandem-Passagier) meinte aber aus gleicher Position zu einer Rechtslandevolte ansetzen zu müssen. Ergebnis war, daß wir im Endanflug frontal aufeinander zugeflogen sind. Die Regel, daß da der Erste die Landerichtung bestimmt und sich alle anderen einzureihen haben, war dem Typen wohl unbekannt. Das Gas reinhauen und nach Steuerbord wegsteigen geht da ja nicht.

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