Beinahe Kollision und Rolle FIS

Forum - Unfallprävention
  • Eigene Wahrnehmung hat Vorrang. Luftraumbeobachtung gehört zum VFR fliegen wie Sprit im Tank, die werde ich genau so weiter machen, auch wenn ein FLARM an Bord ist. Ich verstehe das Gerät ja nicht als Ersatz sondern als zusätzliche Sicherheit. Sehe ich einen auf mich zufliegenden Punkt, reisse ich das Steuer nach rechts. Egal ob das FLARM nun Alarm schlägt oder nicht. 

    Wichtig ist doch: Wenn es sich auch nur ein einziges Mal bewährt, hat sich die Investition gelohnt. 
  • Auch ich hatte so ein kleines Schockerlebnis mit einem near miss im Reiseflug, den ich im Nachhinein als "positiv" werte. Ich bin zu der Zeit auch oft mit FIS geflogen und ich muss zugeben, dass suggerierte eine gewisse Sicherheit die mich vielleicht auch dazu veranlasst hat, eben nicht so aktiv den Luftraum auf einem längeren Reiseflug zu kontrollieren. Die (relativ schnelle) Echo-Maschine kreuzte von links kommend auf exakt der gleichen Höhe meinen Flugweg in vielleicht 50-100m Distanz. Es ging alles recht schnell, keiner von uns beiden hat da noch reagiert. Wir beide haben uns wohl nicht rechtzeitig wahrgenommen. Das war auch nicht so ein Tag wo der FIS sagt "Verkehrsinformation nicht möglich wegen Überlastung etc.".  Der FIS hat es entweder nicht bemerkt oder die andere Maschine war für ihn nicht sichtbar. Mir wurde schlagartig bewusst, dass FIS eine zusätzliche Hilfe sein kann, aber das dies das aktive VFR-Fliegen nicht im geringsten ersetzt. 

    VG Mike
  • FIS macht schon eine top Arbeit nur leider gibt es genug Experten die ohne Transponder rumgondeln. Das gilt für Mike und für Echo. Ab und zu meldet FIS mir die aber eben nicht immer. 
    VFR ist eben nicht IFR. Da nutzen einem im Zweifel alle Geräte nix die im übrigen auch Aufmerksamkeit vom Piloten fordern und ihn möglicheweise vom rausgucken abhalten.
  • wer viel fliegt bekommt irgendwann seinen near miss.  Sieht man den Gegner oder FIS informiert ist bald alles vergessen. 
    Das Thema ist aber nicht so von Bedeutung denn da oben gibt es viel Platz und treffen tun sich nur wenige. Anders in der Nähe der Flugplätze. Da finden dann auch die Unfälle üblicherweise statt . Je höher man fliegt um so einsamer wird es. Und 50 meter daneben ist eben vorbei, wie beim Lotto das Kästchen neben dem Sechser :) 

    Ich bin nicht so ein Fan sich stark auf PowerFlam oder FIS  zu verlassen. 
    Die Industrie sollte ergänzend so eine nette Stimme in die Glas-Cokpits einbauen: "wenn Sie so weiter an den vielen Einstellungen spielen und sich weiter ablenken lassen schlagen Sie in 8 Sekunden auf" :) 

    DM
  • Solange ein Kollisionswarnsystem nicht für ALLE verbindlich ist, ist der Nutzen nur marginal.

    Auch wenn ich mich hiermit heftiger Kritik aussetze, plädiere ich dafür, ein Kollisionswarngerät für ALLE verbindlich vorzuschreiben.

  • Endlich mal eine gute Idee. Wie die ZÜP.

    Seit wir die ZÜP haben, ist der Luftraum über der Bundesrepublik sicher.

    • Bis auf die Segler und die Mikes. Da können noch ein paar unentdeckte Terroristen darunter dein. Ca. 200 kg Sprengstoff kriegt man damit auch an das Ziel.
    • Und die Holländer. Die haben keine ZÜP, können aber mit ihrem JAR/ICAO PPL nach Deutschland fliegen.
    • Und die Jordanier. JAR Mitglied, JAR PPL. Sie haben zwar den statistisch größten Bevölkerungsanteil mit terroristischem Hintergrund, aber leider keine ZÜP.
    • Und die Amerikaner. Die fliegen mit ihren N-Flugzeugen und den anerkannten FAA Lizenzen hier einfach so umher. Ungezüpt.
    • Und die Deutschen die es schaffen, ihre terroristische Grundausbildung nach der letzten ZÜP zu beginnen. Die können so einfach 5 Jahre lang terrorisieren nach Gutsherren Art und keiner kriegt es mit.
    • Und die ATPL′er in Kaszachstan. Die sind auch nicht gezüpt und fliegen so ungeniert über Deutschland.

    Wir müssen die Idee also anpassen und verfeinern.

    • Vor Grenzübertritt müssen alle Piloten einen ausländischen Flugplatz mit Part M Betrieb anfliegen.
    • Dort wird das Vorhandensein eines TCAS/Flarm kontrolliert und getestet. Dafür wird ein Zertifikat ausgestellt mit einem 3D Barcode. Der Barcode ist 15 Minuten gültig, maximal bis zum Grenzübertritt.
    • Es werden zusätzlich neue Transponder mit Display und Reader eingebaut.
    • Mit dem Flugplan wird der Barcode der Überprüfung übermittelt.
    • Bei Grenzübertritt wird erneut der Barcode übermittelt.
    • Wird ein Grenzübertritt ohne Barcode, also ohne überprüften TCAS/Flarm, registriert, wird das Flugzeug begleitet zur Landung gezwungen. Die Begleiter haben dann TCAS/Flarm.

    So könnte es funktionieren.

    Johannes

    PS Ich sehe das als Testballon. Wenn das funktioniert, sollten wir es im Straßenverkehr probieren. Wichtig ist doch: Wenn es sich auch nur ein einziges Mal bewährt, hat sich die Investition (aller) gelohnt.

  • mmmm ich hätte einen Alternativvorschlag, ist zwar nicht so kompliziert und fördert auch nicht die heimische Hochsicherheitsindustrie könnte aber vielleicht doch zielführend sein: 

    Wie wäre es mit einfach mal die Augen auf halten und sich weniger blind auf Verbände, FIS, Beamten, Staat, Gott, Talismann, relative Mondfeuchte oder sonst wen orientieren, den man für sein eigenes Fehlverhalten federn könnte?
  • Auch wenn ich mich hiermit heftiger Kritik aussetze, plädiere ich dafür, ein Kollisionswarngerät für ALLE verbindlich vorzuschreiben.
    Dito.
    FIS hilft wenn ueberhaupt nur, wenn beide Parteien einen Transponder haben und den auch eingeschaltet haben. Das ist oft nicht der Fall.
    Diszipliniertes funken in der Platzrunde ist Pflicht(!), aber die Realitaet schaut anders aus.
    Beim Ueberlandflug ist rausschauen noch unzuverlaessiger, Verkehr auf Kollisionskurs ist fast unsichtbar, alle die man staendig so rumfliegen sieht sieht man nur, weil sie eben nicht auf Kollisionskurs sind. Ich hatte 3 near misses, 2 mal knapp verfehlt und beide nicht gesehen trotz aufmerksamer Luftraumbeobachtung. Einer war GENAU auf Kollisionskurs, den sah ich aber nur, weil ich wusste, dass er dort sein muss (Positionsmeldung). Er sah mich uebrigens nicht.

    Wirklich effektiv helfen wuerde in der Tat nur FLARM fuer alle. Sich auf Luftraumbeobachtung verlassen geht schnell ins Auge, wenn es wirklich mal "passt".


    Chris
  • Allgemeinverbindliches Flarm für alles was fliegt (inkl. Enten, Zugvögel usw?) wäre eigentlich keine schlechte Idee.

    Aber, zur Züp und der Einführung bzw. Überwachung der Durchführung hätte ich ein deutlich einfacheres System:

    1. Zuverlässigkeitsprüfung hier im Forum. Wer die Mindestzahl von grünen Daumen hat, darf in DE fliegen.
    2. Wer genügend Daumen hat, bekommt ein Banner, das er im Flug hinter sich her zerren muss.
    3.Wer ohne diese Sicherheitsmerkmale fliegt, wird mittels Iron Dome abgeschossen.

    Als Chefkanoniere schlage ich vor: Chris, Hob, FD und BlueSky.
  • @jacqueC und DAL4 :

    in Eurem Interesse schlage ich vor, dass beim nächsten UL-Forum-Treffen auch der "Große Laberpreis" verliehen wird, da geht Ihr sicher nicht leer aus :-)

    Und noch mal ernsthaft :

    Was würde denn wirklich dagegen sprechen, FLARM für alle verbindlich vorzuschreiben ? Die Charterpreise würden hierdurch nicht wesentlich beeinflusst und die Leute, die sich einen eigenen Flieger leisten können, werden die Investitionskosten sicher auch locker tragen können, oder ?

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