Bei etwas Wind in die eine oder andere Richtung wird es nochmal deutlich besser.
Das ist ja gar nicht so theoretisch. Unsere tecnam hat ein gleitzahl von 1:12
warum wird es bei Wind besser?Ich ging hier wieder vom Motorausfall in der Mitte aus, jetzt ist es in Richtung mit dem Wind natuerlich einfacher.
50 ft/min Sinkrate??? Straffe Hand verlangt, dafür!
Von unserem Platz (Leer) fliegen wir laufend zu den Inseln. Meist läßt das Wetter gar keine Steigflüge bis sonst wohin zu. Darüber hinaus will man ja auch was sehen.
Mit meinem 582er Zweitakter bin ich noch nicht auf Borkum (20 km draußen) und Helgoland (gut 40 km) gewesen. Die anderen Inseln habe ich teils mehrfach abgeklappert. Ob eine Wasserung oder Landung im Watt gelingt hängt neben etwas Glück auch ganz stark vom Wellengang ab. Bis knapp 30 kt Wind bin ich schon zur Insel geflogen. Da ist schon ordentlich Bewegung im Watt.
Man kann sich jedoch grob an den Fährwegen orientieren, die teils Schutzmolen haben. Ebenso ist dort reichlich Sportbootverkehr, also liegt man nicht lange im Bach, wenn etwas schief geht. Etwa 15 oder 20 km vor den Inseln sind die Verkehrswege, die ebenfalls stark befahren sind.
Die größte Gefahr lauert hier oben eher vom Wetter und hat auch dieses Jahr wieder ein Opfer gefordert, der auch noch Insulaner war. Der Seenebel kommt schnell und tückisch. Manchmal "schmiert" auch die Untergrenze ab und man findet sich in ein paar hundert Metern über der See wieder.
Wenn der Motor vorher 30 Minuten durchgelaufen ist, dann hält er wohl auch die restlichen Minuten durch. Einmal habe ich jedoch richtig kalte Füße bekommen. Da mußte ich eine FK-9 nach einer Reifenpanne für 6 Tage bei Schweißwetter auf Borkum stehen lassen. Beim Rückflug hat das Rotax-Multi-Dingsbums-Anzeigegerät alle möglichen Alarmwerte rausgeschmissen. Die analogen Instrumente lieferten jedoch plausible Werte, so dass ich weiter geflogen bin. Besonders entspannt ist man in den 10 Minuten nicht, wo man übern Teich hühnert.
Den Rettungsschirm würde ich von der Wasseroberfläche abhängig machen und ob Wasserfahrzeuge in der Nähe sind. Bei kabbeliger See bleibt einem eh nichts anderes über. Zwischendurch habe ich sogar schon einmal darüber nachgedacht, ob man so einen Rohr-Tuch-Bomber im Notfall auf eine Inselfähre schmeissen könnte?
Wie gesagt! Theorie und Praxis. Was man später bei Puls 180 tatsächlich macht, steht später in der Zeitung. Hoffentlich nur auf der ersten Seite und nicht zwei Tage später auf der letzte.
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